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GPK-Präsident Martin Gertsch ist amtsmüde

Martin Gertsch (SVP) tritt Ende April aus dem Stadtparlament von Illnau-Effretikon zurück. Er war weniger als ein Jahr lang GPK-Präsident.

Von Anna E. Guhl Illnau-Effretikon –Dieser Rücktritt kommt ziemlich überraschend: Der amtierende Präsident der Geschäftsprüfungskommission (GPK) tritt per Ende April aus dem Stadtparlament von Illnau-Effretikon zurück. Martin Gertsch macht geltend, amtsmüde zu sein. Als SVP-Mitglied gehörte Martin Gertsch letzten Frühling zu den Gewinnern der Kommunalwahlen. Die schon vorher stärkste Partei schaffte es, einen weiteren Sitz zuzulegen. Die SVP-Fraktion umfasst jetzt zwölf Mitglieder. Gertsch selber wurde mit dem viertbesten Ergebnis aller Gemeinderäte wieder gewählt. Anschliessend stellte er sich als GPK-Präsident zur Verfügung, ein mit zusätzlichem Aufwand verbundenes Amt, das normalerweise vier Jahre lang ausgeübt wird. Trotzdem dachte Martin Gertsch bereits im letzten Herbst zum ersten Mal über einen Rücktritt nach, wie er auf Anfrage sagte. Der Bezirksrat hat ihn jetzt seinem Gesuch entsprechend auf Ende April aus seinem Amt als GPK-Präsident entlassen. Die Amtsmüdigkeit habe mit dem Zeitaufwand zu tun, den die politische Tätigkeit ganz generell mit sich bringe. Er sei oft von zu Hause weg, und abends würden einerseits Büroarbeiten und andererseits seine Tiere warten. Gertsch wohnt in First und führt im Nebenerwerb einen Landwirtschaftsbetrieb, wo er unter anderem Yaks züchtet. Kein Meinungsumschwung Dass der Rücktritt etwas mit der Sanierung des Sportzentrums zu tun haben könnte, über die am 13. Februar abgestimmt wird, bestreitet Martin Gertsch. Immerhin hatte die GPK im Oktober unter seiner Leitung die Rückweisung der Vorlage an den Stadtrat beantragt und damit den Zorn der Sportverbände provoziert. In der Ratssitzung vom November hatten danach einige Kommissionsmitglieder ihre Meinung geändert. Inzwischen hat auch die SVP die Ja-Parole zu allen drei Teilen der Sanierungsvorlage herausgegeben. Gertsch dagegen blieb bei seiner Meinung. Kürzlich erklärte er im «Landboten», eine schlankere Vorlage würde den grösseren Nutzen bringen. Zweite SVP-Vakanz Nach dem Rücktritt von Gemeinderat Urs Käppeli, der zwar auf der SVP-Liste gewählt worden war, zuletzt aber als Parteiloser im Grossen Gemeinderat politisierte, hat die SVP-Fraktion bereits den zweiten Sitz neu zu besetzen. Erster Ersatzmann auf ihrer Liste ist Dominik Hunsperger, zweiter Ersatzmann Ma-thias Ottiger. Danach folgt René Truninger. Wer tatsächlich nachrutscht, erkläre der Stadtrat an seiner nächsten Sitzung, sagte Stadtschreiber Kurt Eichenberger auf Anfrage.

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