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Grosse Auswahl für Schönenberg

Für den freien Sitz im Gemeinderat bewerben sich drei Personen. Auch um das Präsidium wird es eine Kampfwahl geben. Nur um das Schulpflegepräsidium bewirbt sich eine einzige Kandidatin.

Von Elio Stamm Schönenberg – Fünf Kandidaten stellen sich den Schönenbergern am 5. Februar zur Wahl. Es sind zwar «nur» zwei Gemeinderatssitze zu vergeben. Dennoch müssen die Wähler drei Namen auf die beiden leeren Wahlzettel schreiben. Mit dem grünen Zettel wählen sie einen Ersatz für Bruno Kuhn (FDP), den im Oktober verstorbenen Präsidenten der Primarschulpflege. Mit dem blauen Zettel geben sie zugleich einem siebten Gemeinderat und einem neuen Gemeinderatspräsidenten ihre Stimme. Dies kann zweimal dieselbe Person sein. Am Donnerstag hat der parteilose Felix Meier seine Kandidatur fürs Gemeindepräsidium bekannt gegeben (TA von gestern). Wer ihn als Präsidenten will, schreibt zweimal Meier auf den blauen Zettel – denn Meier ist bisher nicht im Gemeinderat. Ein Pensionär wird Präsident Für das Präsidium bewirbt sich aber auch ein bisheriger Gemeinderat. Gestern gab die FDP bekannt, dass ihr aktueller Hochbauvorstand und Interimsgemeindepräsident Willi Schilling sich für das Amt zur Verfügung stellt. Es gibt also ein Duell zwischen den Frühpensionären Meier (64 Jahre) und Schilling (66 Jahre) um die Nachfolge des im November als Präsident zurückgetretenen Landwirts Alfons Schuler (parteilos). Meier war Schulpfleger, Bankkader und Oberst, Schilling Personalleiter bei Feller in Horgen und in verschiedenen Verbänden tätig. Somit verfügen beide über mannigfache Führungserfahrung. Schilling nimmt seinen Konkurrenten ernst. «Er kritisiert nicht nur, sondern packt auch an», sagt er über Meier. Schilling liess seine Kandidatur lange offen, hat sich aber nun zur Verfügung gestellt, weil er «positive Feedbacks aus der Bevölkerung» erhielt und weil sich die Situation auf der Gemeinde in den letzten Monaten «gut entwickelt» habe. Felix Meier erhält nicht nur im Kampf ums Präsidium Konkurrenz – er muss auch um den Einsitz im Gemeinderat kämpfen. Die FDP hat an ihrer Parteiversammlung vom Donnerstag zwei neuen Kandidaten für den siebten Gemeinderatssitz ihre Unterstützung zugesagt. Es ist dies neben dem FDP-Mitglied Thomas Klemm auch der parteilose Jérôme Koch. Drei Männer kämpfen also insgesamt um den siebten Gemeinderatssitz. Der 63-jährige Thomas Klemm ist ebenfalls frühpensioniert. Er arbeitete während 35 Jahren als Sekundarlehrer in Richterswil und war lange Jahre in der kantonalen Schulpolitik aktiv. Klemm vertrat etwa als Präsident des Horgner Kapitels die Interessen der Lehrer im Bezirk. Er ist seit zwei Jahren FDP-Mitglied, sei aber seit jeher Sympathisant. Der 35-jährige Jérôme Koch ist in Schönenberg aufgewachsen. Er arbeitet als Kantonspolizist und war 12 Jahre lang in der Feuerwehr. Politisch positioniert er sich in der Mitte. Mit einer Kandidatur für den Gemeinderat hat er schon im vergangenen Februar geliebäugelt. Zugunsten einer Weiterbildung entschied er sich aber damals dagegen. Keine Kampfwahl dürfte es um die Nachfolge von Bruno Kuhn geben. Als bisher einzige Kandidatin tritt die aktuelle Vizepräsidentin der Primarschulpflege, Brigitte Käser Hägin (parteilos), an. Sie sitzt seit 2006 in der Schulpflege. Sie hat während der Krankheit Bruno Kuhns das Präsidentenamt der Schulpflege interimistisch übernommen. Die 44-jährige Mutter zweier Kinder ist Familienfrau und arbeitete vorher im Finanz- und Personalwesen. Käser Hägin wird ebenfalls von der FDP unterstützt. Die FDP und die Parteilosen Damit sind zwei der drei neuen Kandidaten, welche die FDP portiert, parteilos. Laut FDP-Präsident Hanspeter Sihler ist das ganz bewusst so geschehen. «Es geht uns nicht einfach darum, die beiden Sitze mit FDP-Leuten zu besetzten, wir wollen die Gemeinde voranbringen», sagt er. Deshalb habe man im Vorfeld «fähige und wählbare» Kandidaten unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit angefragt und mit ihnen «intensive Gespräche» geführt. Diesen Entscheid hätten die Mitglieder der Ortspartei einstimmig abgesegnet. Alle vier von der FDP unterstützten Kandidaten – neben den drei neuen ist dies auch der bisherige Schilling – werde auf den Werbeflyern gleich viel Platz eingeräumt, sagt Sihler. Felix Meier. Willi Schilling. Thomas Klemm. Jérôme Koch. B. Käser Hägin.

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