Zum Hauptinhalt springen

Grosse Kluft Das Land überstimmt die Städte

Die Abstimmung über die Waffenschutz-Initiative hat eine Kluft zwischen ländlicher und städtischer Bevölkerung aufgerissen: Während in vielen Zentren die Zustimmung gross war, hat sich eine Mehrheit der Landbevölkerung gegen das Anliegen ausgesprochen. Insgesamt sagten 56,3 Prozent der Stimmenden Nein. Ein Ja resultierte nur in den Kantonen Zürich, Basel-Stadt, Genf, Neuenburg, Waadt und Jura. Mit 49 Prozent war die Stimmbeteiligung relativ hoch. Die Differenz zur Landschaft zeigt sich am deutlichsten am Beispiel von Basel-Stadt – neben Genf der einzige ausschliesslich städtisch geprägte Kanton: Rund 59 Prozent der Baselstädter sprachen sich für einen besseren Schutz vor Waffengewalt aus. In Zürich mit seinen grossen Städten Zürich, Winterthur und Uster reichte es mit 50,4 Prozent ebenfalls zu einem knappen Ja. Der Unterschied zwischen der Zürcher Stadt- und Landbevölkerung ist aber gross: Im Bezirk Zürich lag der Ja-Anteil bei 65,4 Prozent, im Bezirk Andelfingen hingegen nur bei 33,9 Prozent. Im Kanton Bern öffnete sich eine ähnliche Schere: Obwohl die Einwohner der Stadt Bern dem Anliegen mit 66,4 Prozent zustimmten, lag der Nein-Anteil kantonsweit bei 59,4 Prozent. Stark verworfen haben die Initiative die ausschliesslich ländlich geprägten Kantone in der Ost- und Zentralschweiz: In Ob- und Nidwalden, Schwyz, Uri sowie in Innerrhoden lag der Nein-Anteil über 70 Prozent. In Graubünden und im Tessin legten rund 65 Prozent ein Nein ein. Die Westschweiz war gespalten: Freiburg und Wallis wollten im Gegensatz zu den anderen welschen Kantonen nichts von der Initiative wissen. Das Wallis lehnte mit 62 Prozent Nein-Stimmen sehr deutlich ab.(dav)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch