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Gut, aber nicht gut genug

Die Frauen des FC Zürich mussten sich im Hinspiel des 1/16-Finals der Champions League gegen den italienischen Meister Sassari Torres 2:3 geschlagen geben.

Von David Schweizer, Winterthur Die Rollen waren klar verteilt: Da der routinierte italienische Meister mit fünf Nationalspielerinnen, der in der letzten Champions-League-Saison erst im Viertelfinal am späteren Finalisten Lyon knapp gescheitert war. Auf der anderen Seite der FC Zürich mit sieben Spielerinnen in der Startelf unter 22 Jahren. Dennoch wäre für die Zürcherinnen bei der 2:3-Niederlage im Hinspiel vor 1500 Zuschauern auf der Winterthurer Schützenwiese mehr dringelegen. «Eine technisch starke Mannschaft», sagte Torschützin Selina Zumbühl. «Doch wir hatten sie eigentlich gut im Griff.» Zweimal in Führung Und es lief von Beginn weg gut für den FC Zürich. Bereits nach zwei Minuten taxierte die englische Schiedsrichterin Alexandra Ihringova einen leichten Rempler an Ramona Lendenmann ganz unbritisch als Penalty. Innenverteidigerin Rahel Kiwic nutzte die Elfmeter-chance zum 1:0. Überhaupt gefiel der amtierende Schweizer Meister gegen Sassari Torres und liess sich auch durch den – aus allerdings offsideverdächtiger Position – erzielten Ausgleich durch Elisa Camporese nicht aus dem Konzept bringen (23.). Im Gegenteil: Die nach einer berufsbedingten Pause kürzlich in die Nationalmannschaft zurückgekehrte Zumbühl schloss einen blitzsauberen Konter über Fabienne Humm zur erneuten Führung ab. Ärgerliche Gegentore Dass es am Ende nicht zumindest zu einem Unentschieden reichte, lag daran, dass der FCZ auch zu viele Fehler machte. Nach der 2:1-Führung waren die jungen Zürcherinnen zu euphorisch und mussten keine Minute später den erneuten Ausgleich einstecken. Nach einem unnötigen Ballverlust in der Zone von Torres wurde die gesamte Abwehr durch einen weiten Ball ausgehebelt, und Silvia Fuselli traf im zweiten Versuch, nachdem Goaliefrau Stenia Michel zunächst noch parieren konnte. Ähnlich unnötig war auch der dritte Gegentreffer in der 50. Minute. Camporeses harmloser Freistoss wurde durch die ungenügende Spielerinnen-Mauer hindurch entscheidend abgelenkt. «Wir haben dumme Gegentore erhalten», ärgerte sich Manuela Zürcher. Und Trainer Markus Kummer ergänzte: «Auf diesem Niveau werden solche Fehler bestraft.» Nach dem erstmaligen und entscheidenden Rückstand konnten die Zürcherinnen nicht mehr zusetzen und hatten sogar noch mehrmals Glück bei den Konterversuchen von Torres. «Es fehlte am Ende die Kraft, um nochmals zuzusetzen», ist Mittelfeldspielerin Zürcher überzeugt. Canepas Freude Das 2:3 war aber zumindest auch eine Steigerung im Vergleich zu den letzten zwei internationalen Auftritten. 2008 setzte es deutliche Niederlagen gegen Lyon (Fr) und Arsenal London (Eng) ab. Im Vorjahr war man ebenso chancenlos gegen den schwedischen Vertreter Linköpings. Dies freute auch FCZ-Präsident Ancillo Canepa. «Der Auftritt unserer Frauen hat mir Freude bereitet. Unser Team war über weite Strecken gleichwertig.» Sowieso will der aktuelle NLA-Fünfte in zwei Wochen mit Selbstvertrauen nach Sardinien reisen. «Wenn wir nicht ein positives Resultat erreichen wollen, müssen wir gar nicht erst anreisen», sagt Zürcher deutlich. Dies unterstreicht auch Coach Kummer. «Wir wollen auch auswärts nach vorne spielen. Für ein Weiterkommen sind sowieso zumindest zwei Tore nötig.» Die Zürcherin Fabienne Humm (am Boden) kann Giulia Domenichetti nur unfair stoppen. Foto: Melanie Duchene (EQ Images)

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