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Halbierte Hardbrücke führt zu langen Staus

Am Tag eins der Sanierung der Hardbrücke stauten sich die Autos zurück bis nach Stettbach. Ob es noch schlimmer kommt, wird sich heute zeigen.

Zürich. - Gestern sah man der Hardbrücke noch nicht an, dass sie eine Baustelle geworden war. Lediglich ihr Zubringer, die Rosengartenstrasse, wurde während der Nacht um eine Spur verengt. Dadurch entstand während der morgendlichen Stosszeit auf der A 1 aus Richtung Winterthur ein Stau, der zeitweise bis auf die Höhe des Glattzentrums zurückreichte. Die Fahrt über die Hardbrücke verlängerte sich dadurch um ungefähr 15 Minuten. Die eigentliche Sperrung der inneren Spuren beider Fahrtrichtungen auf der Brücke erfolgte dann erst in der Nacht auf heute. Die Dienstabteilung Verkehr der Stadt zog aber schon gestern eine positive Bilanz, denn sie ist zuversichtlich, dass lediglich die Verengung der Rosengartenstrasse und nicht die Halbierung der Fahrspuren auf der Brücke selber Ursache des Rückstaus ist. Ob dies zutrifft, zeigt sich heute im Laufe des Tages. Heiko Ciceri, Sprecher der Dienstabteilung Verkehr, hält es für möglich, dass die Automobilisten durch die effektive Verengung der Fahrspur langsamer auf die Brücke auffahren, was zu weiteren Rückstaus führen würde. Unfälle auf der Brücke vermeiden Niklaus Zürcher, Direktor des Automobil-Clubs der Schweiz, ist sogar sicher, dass es nicht bei 15 Minuten Stau bleiben wird, wenn die Bauarbeiten begonnen haben. «Wassertropfen verhalten sich bei Verengungen berechenbar, Automobilisten nicht», sagt er. Werden die Staus tatsächlich noch länger als gestern, so sorgt die Dienstabteilung Verkehr dafür, dass sie sich vor, nicht auf der Brücke bilden. Denn Stau bedeutet erhöhtes Unfallrisiko. Und Unfälle auf der Brücke sind gefährlicher und behindern den Verkehr stärker, als wenn sie sich auf der Rosengartenstrasse zutragen. Auch für den Busbetrieb ist fliessender Verkehr auf der Brücke unerlässlich, denn die separate Busspur entfällt während der Sanierung. Um den Verkehrsfluss auf der Brücke zu garantieren, wurden gestern zwei provisorische Ampeln in Betrieb genommen: Die erste befindet sich am Bucheggplatz und dirigiert den aus Oerlikon und vom Milchbuck herkommenden Verkehr abwechslungsweise auf die verengte Rosengartenstrasse. Die zweite steht unmittelbar vor der Auffahrt zur Brücke. Sie gibt den Bussen der Linien 33 und 72 Vorfahrt vor den Autos und dosiert den Verkehr so, dass er flüssig über die Brücke rollt. Bisher kein Ausweichverkehr Wie schon während der EM und bei Eröffnung der Westumfahrung, setzt die Stadt während der ganzen Woche sogenannte Spotter ein. Es handelt sich um städtische Angestellte, die vor Ort überwachen, ob die Lichtsignale optimal justiert sind, ob die provisorische Beschilderung verstanden wird und ob es zu Ausweichverkehr kommt. Da sich der Rückstau auf der Autobahnausfahrt bildet, ist Ausweichen schwierig. Bisher wurde denn auch kein Schleichverkehr beobachtet. In der Gegenrichtung, also vom Hardplatz Richtung Milchbuck, erwartet die Stadt keine Verkehrsprobleme. Dort ist das Verkehrsaufkommen schon durch die flankierenden Massnahmen der Westumfahrung drastisch reduziert worden. BILD RETO OESCHGER Die täglich 70 000 Fahrzeuge auf der Hardbrücke haben ab heute nur noch halb so viel Platz. Dennoch soll sich der Verkehr auf der Brücke nie stauen.

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