Zum Hauptinhalt springen

Hochsaison in Walliseller Schokoladenfabrik

Chocolats Halba produziert 400 verschiedene Artikel aus Schokolade für den Verkauf im In- und Ausland. Im Moment hauptsächlich für Weihnachten.

Wallisellen. - Bei Chocolats Halba in Wallisellen stellen 230 Mitarbeiter aus rund 10 000 Tonnen Schokolade jährlich 400 verschiedene Artikel her. Dazu zählen Tafelschokoladen, Branche-Schoggistängeli, Oster- und Weihnachtsartikel, Pralinés sowie Couverturen und Halbfabrikate. Ein weiterer Produktionsbetrieb steht in Hinwil. Ein sehr gefragter Artikel sind die Branche-Schoggistängeli: Pro Jahr werden davon 40 Millionen Stück produziert. Für sie wird das Herstellungsverfahren gewissermassen umgekehrt: Zuerst wird die Kernmasse produziert, und erst dann wird diese mit Schokolade überzogen. Die Produktion ist beeindruckend: Auf langen Fliessbändern kommt die Füllmasse in Form von Stängeln daher. Dann läuft sie unter einer Schokoladendusche durch, Haselnussstücke werden maschinell darübergestreut, und wenige Meter später werden sie von Schokolade bedeckt. Nach der Fahrt durch einen Kühlkanal werden die fertigen Schoggistängeli maschinell in farbige Folie eingepackt. Doch wer denkt, der ganze Ablauf sei heutzutage ohne Eingriffe von Menschenhand machbar, irrt: Zahlreiche Mitarbeiter kontrollieren die Maschinen, Roboter und Computer im lärmigen Produktionsraum. Viel Sortier-, Fein- und Verpackungsarbeit wird am Fliessband von Frauen getätigt. In der Wohnung produziert Chocolats Halba produziert von den 18 Schokoladenherstellern in der Schweiz die fünftgrösste Menge. Die Firma wurde 1933 von Willy Hallheimer und Werner Baer gegründet - daher ihr Name. Die ersten Exemplare produzierten sie in Baers Wohnung. Bereits 1955 verlegten sie ihren Firmensitz nach Wallisellen. 1972 wurde Chocolats Halba von Coop übernommen. Es liegt deshalb auf der Hand, dass die Firma alle Produkte der Eigenmarke von Coop herstellt. Zudem produziert sie Couverturen und Halbfabrikate für die Weiterverarbeitung in der Biskuits- und Glaceindustrie. Zu den Kunden zählen Kambly, Wernli, Emmi und Mövenpick. Die Arbeit beginnt im Urwald Doch Chocolats Halba fabriziert auch Schokolade in der gewünschten Rezeptur und Packung für Abnehmer im Ausland. Dieser Wirtschaftszweig wächst. Das grösste Wachstum verzeichnet in diesem Jahr die Bio-Fair-Trade-Linie Alter Eco aus Frankreich. Wie der Name verrät, legt dieser Kunde Wert auf fairen Handel sowie eine biologische und ökologische Produktion. Alle Sorten werden CO2-neutral hergestellt. Dazu leistet Chocolats Halba auch ihren eigenen Beitrag: Zur Erhaltung der Biodiversität im Urwald lässt sie Flächen mit jungen Kakao- und Bananenbäumen aufforsten. In Süd- und Mittelamerika arbeitet sie direkt mit den Bauern zusammen. Dort bezieht sie die Edelsorten. Industriekakao wird in Westafrika gekauft. Schweizer mögens süsser Mit dieser nachhaltigen Geschäftsphilosophie will Chocolats Halba weiter wachsen: «Schwarze Bio- und Fairtrade-Schokoladen ohne Zusatz von Aromen und Emulgatoren sind auch hierzulande gefragt», sagt von Weissenfluh. Doch während bei den Franzosen und Italienern stärkere Herb- und Bitterstoffe gefragt sind, mögen die Schweizer eher liebliche, ausgewogene schwarze Schokolade. Die beliebteste Schokolade der Schweizer ist jedoch nach wie vor Milchschokolade, mit oder ohne Haselnüsse. Insgesamt hat der Schweizer im vergangenen Jahr durchschnittlich 12,6 Kilo Schokolade verzehrt - Tendenz steigend. Selbst von Weissenfluh, der täglich mit Schokolade konfrontiert ist, isst noch gerne welche. Er verrät, warum die Schweizer Schoggi weltweit so beliebt ist: «Hier wird die Kakaomasse viel feiner gemahlen als im Ausland. So können sich die 600 Aromastoffe besser entfalten.» Momentan entfalten sich die Schokoladenaromen in Form von Weihnachtsmännern und Tannenzapfen: Die Weihnachtsproduktion läuft bereits auf Hochtouren, damit der Bedarf im Dezember gedeckt werden kann. Während in anderen Betrieben während der Sommerferien reduziert gearbeitet wird, setzt man in Wallisellen Teilzeitler ein, welche die zweiten und dritten Schichten der aktuellen Hochsaison leisten. www.chocolatier-suisse.ch

Die Schoggi-Fabrikate durchlaufen einen ausgeklügelten Prozess, bis sie Halba-Direktor Anton von Weissenfluh präsentieren kann.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch