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«Ich ärgere mich laufend über solche Sprachhäppchen»

Italienisch Wenn Deutschsprachige modisch sein wollen, TA vom 5. Januar Schludriges Italienisch. Wie dankbar bin ich Herrn Sandro Benini, dass er dieses leidige Thema einmal thematisiert. Ich ärgere mich laufend über solche «Einsprengsel» oder «Sprachhäppchen» in schludrigem Italienisch. Jeder, der Pasta, Pizza oder Mozzarella buchstabieren kann, glaubt anscheinend, über genügend Kenntnisse dieser wunderbaren Sprache zu verfügen, dass er ungeniert irgendwelche Worte oder Sätze verwenden kann, ohne deren Richtigkeit zu überprüfen oder überprüfen zu lassen. Meine neuste «Trouvaille» auf diesem Gebiet ist «Gelatti» bzw. «Gelatteria». Da glaubt offenbar jemand, Gelato habe mit Milch etwas zu tun, und ist sich nicht zu schade, das falsche Wort in Anzeigen, Menükarten, ja Firmenschildern zu verwenden. Rosie Quadranti, Volketswil Schweigen kann Gold sein. Finalmente! Mein Oberlehrerinnenherz hat beim Lesen dieser Spalte Freudensprünge gemacht. An die «Lasagne verde» (statt: verdi), an den «Risotto Tomato» (statt: al Pomodoro), an die Aussprache «Tschikko» statt «Kicco» beim Kaffee Chicco d’Oro oder der Kindermarke Chicco, an die Aussprache Lukka, der italienischen Form von Lukas statt Luca (mit langem «u», Lucca mit doppeltem «c» ist eine Stadt in Mittelitalien), und an viele andere «Italienischsünden» habe ich mich schon fast gewöhnt. Doch bei Journalisten und Redaktoren (insbesondere denen, die sich für kultiviert halten), bei Schriftstellern und ihren Lektoren, bei Personen des öffentlichen Lebens sind solche Fehler einfach nur peinlich. Es ist genauso, wie es Signor Benini sagt. Wenn man etwas nicht kann, soll man die Finger davon lassen. Milena Frei, Zürich «Bei Journalisten, bei Schriftstellern und bei Personen des öffentlichen Lebens sind solche Fehler einfach nur peinlich.» «‹Gelatti›, per favore!» heisst es oft auch in Venedig. Foto: Keystone

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