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«Ich wäre gerne Pirat»

Fragebogen Sven Riederer, was wären Sie geworden, wenn nicht Profisportler? Sportler – das war ein Kinderwunsch. Sport ist das, was ich kann, was ich von klein auf gemocht und betrieben habe. Was haben Sie im Sport gelernt, was man im normalen Leben nicht lernt? Auf ein Ziel hinzuarbeiten. Der Sport lehrte mich, etwas mit Ausdauer, Ehrgeiz und Leidenschaft anzugehen. Ausreden gelten in diesem Job nicht. Mir nützt es nichts, wenn ich argumentiere, der Russe trainiere 40 Stunden pro Woche, das sei für mich nicht möglich. Welchen Sportanlass haben Sie zuletzt als Privatperson besucht? Die drittletzte Meisterschaftspartie zwischen dem FC Zürich und Basel, zusammen mit meinem Bruder. Solches ist selten geworden. Er ist grosser FCZ-Fan. Mich begeisterten die Fans, die ihr Team bis zur letzten Minute unterstützten. Was haben Sie sich zuletzt geleistet? Einen Grill – ein Profigerät, ein Riesending, das mir meine Frau Andrea zum Geburtstag geschenkt hat. Es überraschte mich, als ich vom WM-Serie-Auftakt in Sydney heimkehrte, und schmückt nun die Terrasse. Grillieren ist eine Passion von mir. Die Geräte sind immer grösser, exquisiter geworden, vom Kleingrill über den Gasgrill bis zu diesem Chef-Grill. Wie oft gehen Sie zum Coiffeur, und wie viel darf es kosten? Ungefähr alle zwei Monate. Oft ist damit ein Ritual verbunden. Den Coiffeur suche ich etwa vor Rennen auf: in China, Australien, Spanien. Das ist ein Nervenkitzel, immer mit etwas Angst verbunden – eine Aufregung, die ich nicht bräuchte und doch immer wieder heraufbeschwöre. Ihre liebste TV-Sendung? Der Dienstagabend ist unser TV-Abend: «Dr. House», das ist Standard bei uns. Welches Menü haben Sie zuletzt gekocht? Ist ja naheliegend: Ich bin oft am Grillieren, ein- bis zweimal die Woche. Was darf in Ihrem Kühlschrank nie fehlen? Ein kühles Redbull. Komme ich heim von einem harten Training, freue ich mich auf etwas Kühles, Zuckerhaltiges. Was ist Ihr Lieblingsort? Als Sportler gelange ich an viele schöne Orte. Am schönsten ist es aber zu Hause, zu Hause auf der Holzkiste unserer Terrasse mit Blick auf die Alpen. Woran glauben Sie? Dass man auch mit wenig Talent, aber mit Ausdauer und Wille viel erreichen kann im Leben. Ich erreichte Dinge, die ich mir nicht hatte vorstellen können. Wer war Ihr Held der Kindheit? Xeno Müller beeindruckte mich, Pirmin Zurbriggen, Tony Rominger – alles Sportler, die ich als Kind und Jugendlicher bewunderte. Ich wünschte mir, Ähnliches zu erreichen, so zu werden wie sie. Welchen Geruch mögen Sie? Kaffee. Frisch zubereiteter Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen ist für mich der perfekte Geruch. Wofür haben Sie kein Verständnis? Für Gier, Gewalt. Sie unternehmen eine Zeitreise, wohin? Ich wäre gerne Pirat. Mein ältester Sohn Noel findet Piraten enorm spannend. Auch mich packt das Thema wieder. Wann haben Sie das letzte Mal gelogen? (Lacht) Lügen soll man nicht, das erkläre ich doch Noel immer wieder.Interview: Jörg Greb Triathlet Sven Riederer (30) aus Wallisellen gewann 2004 Olympia-Bronze. In diesem Jahr ist er mit einem 3. Rang stark in die WM-Serie eingestiegen. Heute startet er zum dritten Lauf in Kitzbühel.

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