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Im ehemaligen Wohnheim ziehen Asylsuchende ein

Ein Fotograf, ein Elektriker und ein Videofilmer ziehen in den Madiswiler Mättenbach: Dies sind drei von

Wer vom Zentrum Madiswils in den Nordosten des flächenmässig grössten Oberaargauer Dorfs fährt, erreicht nach etwa zweieinhalb Kilometern den Ortsteil Mättenbach. Bald wird sich hier die Bewohnerzahl erheblich vergrössern. Fünfzehn Tamilen, die aus Sri Lanka flüchteten, werden ab 20.August ins frühere Wohnheim der Behindertenwerkstätte einziehen. Am Montagabend wurden die Anwohner informiert. Die Begeisterung hielt sich in überschaubarem Rahmen, doch äusserten sich die rund 30 Anwesenden wohlwollend über die Herkunft der baldigen Ankömmlinge. Tamilen gelten als anständig, gut integriert, fleissig und als Menschen, die keine langen Strafregisterauszüge ausweisen. Fünfzehn junge MännerGemeinderätin Vreni Flückiger, Präsidentin der Fürsorgekommission, schilderte, dass auf die Berner Gemeinden 1500 Asylsuchende verteilt würden. «Gemeinden, die mehr als 750 Einwohner haben, müssen solche aufnehmen. Da wir in Madiswil bereits zwei haben, kommen noch elf dazu.» Trotzdem kommen fünfzehn, weil die Nachbargemeinde Melchnau ihr Kontingent nicht schafft und um Mithilfe gebeten hat. Auch diese Asylbewerber werden im Wohnheim untergebracht. Männer statt FamilieVreni Flückiger sprach von Berufsleuten wie Elektriker, Fotograf, Video-Filmer. «Wir wollten eine Familie, aber nun kommen Männer im Alter von 19 bis 37 Jahren.» Dies führte zu Fragen, weil im Mättenbach viele Schülerinnen wohnen, deren Nachhauseweg im Winter nach dem Eindunkeln dort durchführt.Heilsarmee übernimmtDie Zukunft der einziehenden Tamilen ist ungewiss, da sie im Aufnahmeverfahren sind. Bis Ende Jahr schauen die Anwohner Anna und Edi Geiser zum Rechten, ab 2010 übernimmt dann die Heilsarmee im ganzen Kanton die Betreuung von Asylsuchenden. Ebenfalls um die Neo-Mättenbacher kümmern wird sich ein tamilisches Paar, das in Madiswil eingebürgert ist.Daniel Gerber>

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