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Im Handstand an die Weltmeisterschaft

Der Bülacher Mario Augsburger hat am Stäfner Herbstcup Höhen und Tiefen erlebt - und einen weiteren Schritt in Richtung Weltmeisterschaft gemacht.

Kunstrad. - Die Ausgangslage für Mario Augsburger vor dem Herbstcup am Samstag in Stäfa war schwierig. «Ich war am Donnerstag im Training böse gestürzt», sagt der 21-Jährige. Deshalb sei er mit gemischten Gefühlen an den Start gegangen. Der Fauxpas hatte jedoch nicht nur im Kopf des Bülachers Spuren hinterlassen. «Mich plagten eine Muskelzerrung und Adduktorenprellungen», sagt er.

Augsburger biss auf die Zähne - und lieferte eine eindrückliche Vorstellung ab. Mit 144,15 Punkten überbot er seine persönliche Bestmarke. «Leider gilt das Resultat nicht als Schweizer Rekord, da zu wenige internationale Kampfrichter werteten», sagt er. Die starke Leistung brachte ihm auch nicht den Sieg am Herbstcup ein, da der erste Lauf ausschliesslich in die WM-Qualifikation einfloss. Diese berücksichtigt fünf Wettkämpfe. Da am Herbstcup zweimal gefahren wurde und die Schweizer Meisterschaft doppelt zählt, besteht die Qualifikation aus sieben Resultaten.

Als es im zweiten Durchgang um den Pokal ging, machte Augsburgers Körper nicht mehr mit. «Ich spürte die Verletzungen», sagt er. Aus diesem Grund habe er dreimal vom Rad steigen müssen. Weil er in den fünf Kür-Minuten nicht sein ganzes Programm abspulen konnte, verlor er weiter an Boden. Am Ende belegte er mit 124,00 Punkten den zweiten Platz hinter dem Uzwiler Lukas Burri. «Ich gehe davon aus, dass dieses Ergebnis eines meiner beiden Streichresultate sein wird», sagt der aktuelle Schweizer Meister.

Gute Ausgangslage

Im WM-Rennen steht Augsburger mit einem Durchschnitt von über 132 Punkten weiterhin auf der Poleposition. Er liegt rund vier Zähler vor Burri und acht vor dem Nidauer Philipp Käsermann. Burri hat Augsburgers Mittelwert in der aktuellen Saison nie überboten, Käsermann nur einmal. Der Bülacher kann also fest damit rechnen, im November an der Weltmeisterschaft in Portugal dabei zu sein. «Definitiv ist noch nichts, aber meine Chancen sind sicher gut», sagt er.

Im vergangenen Oktober hatte Augsburger an den Titelkämpfen in Dornbirn (Ö) Rang 7 belegt, obwohl er dreimal vom Rad musste. Unter anderem hatte er als erster Schweizer überhaupt den Handstand und den Mautesprung (vom Sattel auf den Lenker) in derselben Kür gezeigt.

Der Handstand bringt viele Punkte.

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