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In der Villa Tusculum wohnt längst kein Meyer mehr

Der Erbauer der Villa Tusculum in Winkel hiess Meyer - wie damals die meisten Leute im Ort. Die Story des Hauses findet sich nun in der Dorfziitig.

Winkel. - «Tusculum» ist lateinisch und bedeutet «ruhiger, behaglicher Landsitz». Die Villa Tusculum am Römerweg in Seeb wurde jedoch nicht, wie man meinen könnte, von den Römern erbaut, sondern um 1900 von einem Bauernsohn aus Winkel. Johannes Meyer-Rusca hatte es als Seidenkaufmann in Italien zu Reichtum gebracht. Vom Baustil in der Toscana inspiriert, liess er sich in seiner Geburtsgemeinde einen Feriensitz erstellen. Neben dem Hauptgebäude gehörten verschiedene Nebengebäude zum Anwesen: Waschhaus, Remise, diverse Schuppen, ein Gartenhaus, eine Trotte sowie ein Enkelhaus für die zahlreichen Kinder und Enkel der Familie. Martin Bodmer, der die Villa vor 15 Jahren erwarb, hatte es beim Kauf mit einer Erbgemeinschaft von 29 über die ganze Welt verstreuten Beteiligten zu tun. Der Unternehmer renovierte die Villa samt Nebengebäuden und bewohnt das Hauptgebäude heute selber - zusammen mit fünf Katzen. Im ehemaligen Enkelhaus und im Waschhaus sind Wohnungen entstanden. Immer wieder würden Nachkommen der Familie Meyer-Rusca spontan vorbeikommen, um ihr ehemaliges Daheim zu besichtigen, erzählt Bodmer. Wer jedoch wie mit wem verwandt ist, ist für Aussenstehende nicht ganz einfach zu durchblicken: Über den Namen Meyer stolpert man in der Geschichte der Gemeinde Winkel immer wieder. In Seeb hätten Anfang 20. Jahrhundert 27 von 50 Familien Meyer geheissen, erinnert sich der ehemalige Seeber Hermann Meyer, der heute in Aarberg wohnt. Eine Spezialausgabe der Dorfziitig stellt Erinnerungen von Winkler Bürgern zusammen. Zu bestellen für 30 Franken unter info@winkel.ch.

Die Villa Tusculum war für Johannes Meyer-Rusca und seine grosse Familie ein behaglicher Landsitz. Rechts das Waschhaus.

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