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In Marktlücken dank Zahnlücken

Noch keine zehn Jahre alt ist die Firma Thommen Medical, eines der führenden Unternehmen in der Zahnimplantologie. Über 20 Mitarbeiter sind seit drei Jahren in Grenchen für die Produktion der Hightech-Produkte besorgt.

Wie noch vor einem Jahr brummt es auch in den modernen Fabrikationsräumen der Thommen Medical AG an der Neckarsulmstrasse in Grenchen nicht mehr. Livio Marzo, Leiter des dort seit drei Jahren domizilierten Produktionsbereiche Produktion und Logistik schaut optimistisch in die Zukunft. «Wir befinden uns noch immer Steigflug», erklärt er. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. Drei Gründe fügt er dafür an. Junges Unternehmen Die Thommen Medical ist ein junges und gesundes Unter-nehmen mit Top-Produkten, welches mit den bloss drei Hierarchiestufen über eine schlanke Organisation verfügt. Und vor allem: Es gibt noch viel zu tun. So lange auf dem Markt in Marrakesch noch gebrauchte Gebissprothesen verkauft und auch in Industrieländern Zahnlücken mit Brücken geschlossen werden, herrscht in der Branche Aufbruchstimmung. Marzo winkt ab, dass die Behandlungsmethode mit Implantaten, bei der ein Titanstift die Zahnwurzel ersetzt und als Träger der vom Zahntechniker modellierten Krone dient, komplizierter und aufwendiger sei. Zehn Jahre im Mund Schade sei dagegen, dass bei der konventionellen Versorgung einer Zahnlücke mithilfe einer Brücke oft die gesunden Nachbarzähne beschliffen werden müssen, um den Zahnersatz befestigen zu können. Marzo: «Dabei geht gesunde und wertvolle Zahnsubstanz verloren.» Auch das Argument, dass die Behandlung durch Implantate teurer sein soll, lässt er nicht unwidersprochen gelten. Die tendenziell höheren Anfangskosten werden durch die Langlebigkeit der Produkte kompensiert. In der Regel versehen Implantate ihren Dienst während zehn Jahren. Befinden sich die Geschäftsbereiche Forschung und Entwicklung, Marketing und Verkauf wie das Backoffice am Hauptsitz der Unternehmung in Waldenburg, geht aus historischen Gründen die Produktion in Grenchen vonstatten. Um sieben Ecken herum liegen die Wurzeln der Thommen Medical-Produktion am Jurasüdfuss. 1996 entstand in Bettlach durch die Herauslösung der Zahnimplantatssparte aus der Mathys Medical AG die Hati-Dental AG. 2001 wurde Hati nach der Gründung von Thommen Medical von diesem Newcomer übernommen. Ende September 2006 erfolgte der Umzug von Bettlach in die neuen Produktionsräume nach Grenchen. Nach Qualitätskontrollen erhalten die Produkte durch vollautomatische Reinigungs- und Verpackungsanlagen ihren Finish. Bemerkenswert ist, dass bei Thommen Medical alle Rohmaterialien vor deren Verarbeitung analysiert und kontrolliert werden. Diese Analysen werden in den Labors der Robert Mathys Stiftung in Bettlach vorgenommen und gelten auch für die Materialien, welche von Unterlieferanten verarbeitet werden. Dadurch wird verhindert, dass minderwertige Rohstoffe in Produkten aus dem Hause Thommen in die Münder der Patienten geraten. Neben dem Schutz der Patienten geht es aber auch um den Schutz des Unternehmens. Marzo: «In der Medizinaltechnik gilt die Regel, dass der Verkäufer eines Produkt in gleicher Weise wie der Hersteller haftet.» Transparenz Laut Marzo steht das Unternehmen auch gegen innen für eine transparente Informationspolitik. Jeder Mitarbeiter ist ein Mitunternehmer, welcher für die Führung seines Bereichs oder die Herstellung eines Produkts die Verantwortung trägt. So gibt es im Produktionsbereich kaum Arbeitsteilungen mit Hilfs- und Fachpersonal. Jeder managt und gestaltet seinen Arbeitsbereich mit viel Autonomie und Verantwortungsbewusstsein selbst. Thommen Medical ist im Vergleich zu den Branchenführern Nobel Biocare aus Schweden und dem Schweizer Unternehmen Straumann aus Basel, ein kleines aber agiles Unternehmen. Marzo: «Dies ermöglicht uns, spontan zu handeln, auf neue Bedürfnisse einzugehen und neue Bereiche zu erschliessen.» So schloss Thommen Medical kürzlich mit der Firma Mathys in Bettlach einen Exklusivvertrag für den Vertrieb zweier synthetischer Knochenersatzmaterialien ab. Solche Materialien spielen bei der Zahnchirurgie und -implantologie eine wichtige Rolle. Hanspeter Flückiger •www.thommenmedical.com >

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