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In Rorbas bittet man Sünder sofort zur Kasse

Nachtruhestörung, ein verbotenes Feuer, verletzte Meldepflicht: Der Gemeinderat von Rorbas will solche Delikte künftig schnell und direkt bestrafen.

Von Reto Flury Rorbas – Der Rorbaser Gemeinderat hat eine Verordnung über die Ordnungsbussen samt Bussenliste erlassen, die derzeit vom Bülacher Statthalteramt geprüft wird. Der Gemeinderat vollzieht damit eine Kehrtwende: Vor wenigen Monaten noch wollte er keinen Bussenkatalog einführen und am bisherigen Verfahren mit Verzeigungen beim Statthalteramt festhalten. Das Drohpotenzial solcher Verfahren sei grösser, hiess es. Sicherheitsvorsteherin Barbara Grüter (SVP) begründet das Umdenken vor allem mit Stimmen aus der Bevölkerung. Es habe sich in verschiedenen Diskussionen gezeigt, dass die Leute für einfache Übertretungen das «anonyme Bussenverfahren» begrüssen würden, sagt sie.Rorbas passt sich damit der Nachbargemeinde Freienstein-Teufen an. Auch diese hat eine neue Polizeiverordnung und einen Bussenkatalog verabschiedet. Man habe darauf geachtet, die Gesetzesartikel mit gleichem oder ähnlichem Wortlaut wie in Freienstein zu versehen und die Höhe der Bussen gleich zu halten, sagt Grüter. Gebüsste Neuzuzüger Doch es gibt auch Unterschiede zur Nachbargemeinde: In Rorbas dürfen nicht nur Polizisten und vom Gemeinderat ermächtigte Sicherheitspatrouillen büssen. Die Verordnung sieht vor, dass etwa Mitarbeiter der Einwohnerdienste sofort büssen können, falls sie einen Sünder erwischen. «Wir hatten in letzter Zeit einige Bussen, weil Neuzuzüger sich nicht anmeldeten», sagt Grüter Wer sich zwei Wochen nach dem Umzug nicht angemeldet hat, wird in Zukunft mit 40 Franken gebüsst. Lässt er mehr Zeit verstreichen, wird es teurer. Die meisten Bussen in Rorbas bewegen sich zwischen 100 und 300 Franken. Die neue Verordnung samt Bussenliste liegt nun auf der Gemeindeverwaltung Rorbas zur Einsichtnahme auf.

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