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InnoBE hilft bei Firmengründungen

Neuunternehmerberatung macht in Thun nicht mehr das Zentrum für Umwelttechnologie, sondern die Firma InnoBE. Im Auftrag des Wirtschaftsraums Thun hat sie bereits 14 Gespräche mit potenziellen Firmengründern geführt.

Der 27-jährige Schreiner Markus hat die Idee seines Lebens: Vor seinem inneren Auge hat er einen Schrank, wie ihn die Welt noch nicht gesehen. Er weiss genau, aus welchem Holz er ihn herstellen wird und welche Arbeitsschritte und weiteren Materialien nötig sind. Seinem Chef möchte er die Idee nicht überlassen; er will sich selbstständig machen und das Projekt selber realisieren. Doch wie er den Schritt in die Selbstständigkeit tun soll, weiss er nicht. Markus und sein Schrank sind reine Fiktion. Realität ist aber, dass es in unserer Region innovative junge Leute gibt, die in genau derselben Situation wie Markus stecken. «Hier kann unsere Firma weiterhelfen», sagt Markus Binggeli (37) (Bild), Filialleiter der InnoBE AG in Thun. «Rückwirkend auf den 1. Januar dieses Jahres haben wir vom Wirtschaftsraum Thun das Mandat erhalten, Leute zu beraten, die sich selbstständig machen wollen.» Was den Kern des geplanten Geschäftes betrifft – in unserem Beispiel also den Schrank – hält sich die InnoBE raus. «Ob ein bestimmtes Projekt auf dem Markt eine Chance hat, müssen die Leute selber abschätzen können. Wir helfen aber beim ganzen Drumherum wie Businessplan, Finanzierung und Administration», sagt Binggeli, der in den Reihen der FDP auch Mitglied des Thuner Stadtrates ist. Die Kosten für die ersten vier Beratungsstunden werden vom Wirtschaftsraum Thun (WRT) übernommen. Neben diesem Betätigungsfeld – «Start» genannt – verfügt die InnoBE über zwei weitere. Der Bereich «Innovate», gesponsert von der kantonalen Wirtschaftsförderung, richtet sich an Unternehmen, die ihre Startphase bereits hinter sich haben. «Ihnen helfen wir beim Umsetzen neuer Ideen und vermitteln Kontakte zu Universitäten, Fachhochschulen und Firmen, die zur Realisierung entscheidende Beiträge leisten können», so Binggeli weiter. Die Erstberatung von bis zu drei Tagen ist kostenlos. Netzwerke der Wirtschaft Der dritte Bereich von InnoBE heisst «Cluster». Mit diesem Wort werden Netzwerke von Firmen und Institutionen bezeichnet, zwischen denen eine thematische Verbindung besteht. «Diese Cluster sind als Vereine organisiert, für welche wir die Geschäftsstelle führen», sagt Binggeli. «Wir sind bestrebt, diese Netzwerke kontinuierlich auszubauen.» Zurück zu unserem Schreiner : Nach der Beratung in der «Start»-Phase baut er sein eigenes Geschäft auf, produziert und verkauft den Schrank. Doch irgendwann wird der Markt gesättigt sein. Er muss ein neues Produkt kreieren und wird dabei von der InnoBE AG im Segment «Innovate» betreut. Später entschliesst sich Markus, dass er mit anderen Firmen zusammenarbeiten sowie Wissen austauschen will und wird Mitglied eines «Cluster». Vertrauenssache «Neuunternehmer zu beraten, ist extreme Vertrauenssache«, sagt Binggeli. «Die Leute sind meistens zwischen 20 und 30 Jahre alt und breiten vor uns ihren Lebensentwurf aus. Da gilt es, sie sehr einfühlsam zu beraten, um keine Illusionen zu zerstören.» Auf der anderen Seite müssen die Kunden aber auch vor falschen Hoffnungen geschützt werden. Das Angebot wird offenbar genutzt: Seit Juni hat die InnoBE 14 Gespräche aus dem Bereich «Start» geführt. Zwei von diesen Kunden kamen in eine Zweitberatung und werden ihr eigenes Geschäft nächstes Jahr eröffnen. Marc Imboden •www.innobe.ch •www.wrt.ch >

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