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«Ja, ich habe ans Aufhören gedacht»

Die Urdorfer Kunstturnerin Linda Stämpfli (22) zeigt sich erleichtert nach ihrer fehlerfreien Vorstellung an der WM in Rotterdam (Ho).

Mit Linda Stämpfli sprach Ueli Bachmann, Rotterdam Linda Stämpfli, Sie strahlen übers ganze Gesicht. Ich bin sehr zufrieden mit mir. Es gab ganz kleine Fehler. Aber mir gelang ein sturzfreier Wettkampf. Das tut gut fürs Selbstvertrauen. Dieses Selbstvertrauen war nach der EM im Frühjahr in Birmingham weg. An der EM war es extrem schwierig für mich, weil ich nur ein Gerät zu turnen hatte und als Letzte antrat. Beinahe vermasselte ich dem Team mit meinen Stürzen den Final. Was war jetzt anders? Ich konnte alle vier Geräte turnen, fand so den Rhythmus besser und kriegte die Nervosität in den Griff. Der Trainer war an der EM im ersten Moment wütend. Ihre Kolleginnen mussten sie noch lange trösten. Hatten Sie ans Aufhören gedacht? Ehrlich gesagt, ja. Sie haben sich aber aufgerafft. Ich wollte zeigen, dass ichs immer noch kann. Ich wollte nicht mit einem Desaster meine Karriere beenden. Am Sonntag haben Sie es mit einem tollen Auftritt allen gezeigt. Hören Sie jetzt auf? Nein, es geht weiter. Ich will nächstes Jahr unbedingt an die EM in Berlin und an die WM in Tokio. Wenn alles gut läuft, ich gesund bleibe und die Form stimmt, dann ist mit mir auch im Olympia-Jahr 2012 zu rechnen. Aber ich nehme alles Schritt für Schritt.

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