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Ja zur Kinderkrippe im alten Schulhaus

Das Sekundarschulhaus Berg 3 wird für 2,7 Millionen Franken umgebaut und saniert. Die Gemeindeversammlung Gossau diskutierte den Antrag ausführlich und kontrovers.

Gossau. - «Sagenhaft, 196 Stimmberechtigte und darunter viele neue Gesichter», freute sich Gemeindepräsident Jörg Kündig (FDP). Gut besucht war die Gossauer Gemeindeversammlung vor allem wegen des Kreditantrags der Oberstufenschulgemeinde von 2,7 Millionen Franken für den Umbau und die Sanierung des alten Sekundarschulhauses Berg 3. Es sei ein teures Geschäft, führte Finanzvorstand Hans Mäder (FDF) aus, «und der Krippenbetrieb ist sicher nicht das Kerngeschäft der Oberstufenschulgemeinde». Das 1889 erbaute Sekundarschulhaus Berg 3 ist aber Zeitzeuge und Schutzobjekt und soll jetzt nach neusten Standards umgebaut und neu genutzt werden. Brandschutztechnische Mängel und schadstoffhaltige Materialien machten eine umfassende Sanierung unumgänglich, so Mäder. Weil keine zusätzlichen Klassenzimmer gebraucht werden, will die Oberstufenschulgemeinde das Gebäude der Kinderkrippe Flügepilz zur Verfügung stellen. Weiter ist eine Wohnung eingeplant, und der Dachstock soll ausgebaut werden.

Auch Jürg Graf, Präsident der FDP Gossau, hielt die Kinderkrippe für unterstützungswürdig. Es sei jedoch nicht die Aufgabe der Oberstufenschulgemeinde, dafür Räume zur Verfügung zu stellen. Die Steuerzahler würden durch den Kredit zu hoch belastet. Finanzvorstand Mäder präzisierte jedoch, dass der Steuerfuss nicht erhöht werden müsse. Nachdem die SP und SVP ihre Zustimmung zum Kreditantrag erklärten hatten, hiessen die Anwesenden den Antrag mit 139 zu 36 Stimmen gut. Auch die mit dem Kredit verknüpfte Erhöhung der Defizitgarantie für die Kinderkrippe von 45 000 auf 95 000 Franken passierte mit nur 7 Gegenstimmen problemlos. In den neuen Räumen wird die Kinderkrippe neu 18 statt wie bisher 10 Plätze anbieten und neue Arbeits- und Lehrstellen zur Verfügung stellen.

Genehmigt wurden auch die revidierten Statuten des Zweckverbandes Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (Kezo). Keinerlei Probleme mit ihrem Antrag hatte die Primarschulgemeinde. Die Anwesenden bewilligten die 870 000 Franken für die Sanierungsmassnahmen im Schulhaus Chapf deutlich.

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