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Jodeln begleitet sein ganzes Leben

Für Hans Kobel ist der Jodlerklub Deheim Erlenbach ein zweites Zuhause. Aus seiner Feder stammt der Text des vereinseigenen Liedes.

Von Ueli Zoss Erlenbach &endash Das Leben von Hans Kobel verlief in Bahnen, die kein Klischee des Jodelns auslassen. Der heute 71-Jährige wuchs als ältestes von neun Kindern auf einem Bauernhof im Emmental auf. «Wir hatten keinen Fernseher, nicht einmal ein Radio. Ich jodelte mit meiner Mutter in der Küche oder mit meinem Vater beim Melken», sagt der rüstige Senior. Kobel arbeitete zwölf Jahre lang selbst als Landwirt. Das Bernbiet verliess er vor 35 Jahren, als er sich mit Erfolg für eine Stelle als Sigrist, Abwart und Bauernhelfer in Wetzwil beworben hatte. Er wohnte in Herrliberg, nach der Pensionierung liess er sich in Meilen nieder. Dem Jodlerklub Deheim Erlenbach schloss er sich an, kaum hatte er seine Arbeit in Wetzwil angetreten. Das 35-Jahr-Jubiläum begingen wie Kobel schon mehrere Vereinsangehörige. Ein Jodel für Erlenbach Den Text zum Erlenbacher Jodler-Lied hat Kobel dieses Frühjahr nach der Musik des Entlebuchers Hans Bieri geschrieben. Es ist eine Widmung für den Jodlerklub Deheim und für die Ortschaft. Getreu seiner Herkunft hat Kobel berndeutsch getextet. «Ich reime, wie mir der Schnabel gewachsen ist.» Die Hommage an Erlenbach müsse in zügigem Tempo und rassig vorgetragen werden, sagt Kobel. Der Refrain besingt die Freude, die beim Jodeln an Festen, beim Pfarrer oder an Schwingfesten aufkommt. «Auf dem Programm stehen für uns regelmässig Auftritte an der Jodelmesse, in der reformierten Kirche und am Pfannenstiel-Schwinget.» Deheim singt aber auch in fremden Gefilden. Höhepunkt in diesem Jahr war der Auftritt am Eidgenössischen Jodlerfest in Interlaken. Vor der Jury gaben die Erlenbacher das Lied «Wenn d Schwälbeli in Süde ziend» zum Besten und erhielten für den Vortrag die Note 2. Bestnote ist 1.Am Samstag steht ab 19.30 Uhr im Erlibacherhof ein weiterer Auftritt bevor. Deheim lädt bei freiem Eintritt zum traditionellen Chränzli-Abend ein. Es heisst Bühne frei für verschiedene Formationen. Die Erlenbacher bestreiten einen Grossteil des Programms. Hans Kobel spielt Schwyzerörgeli und jodelt in verschiedenen Formationen. Foto: Sabine Rock

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