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Kinder erobern die Schule zurück

Seit gestern haben die Unterstufenschüler in Riggisberg ein neues Schulhaus. Für 3,75 Millionen Franken ist das alte Sekundarschulhaus für sie umgebaut worden. Die Räume sind bereits für den Basisstufenbetrieb konzipiert.

Wenn Eltern ihre Sprösslinge mit leuchtend gelben Bändeln oder rosa Tornistern ausstatten und an der Hand zur Schule führen, bedeutet dies: Schulbeginn. Gestern war dieser besondere Tag für die 46 Kindergärteler, 19 Erst- und 25 Zweitklässler in Riggisberg angesagt. Doch dieses Jahr war der Tag noch spezieller als sonst. Denn die Kinder konnten ein Schulhaus beziehen, das extra für ihre Bedürfnisse umgebaut worden ist.Alte Schule wird zur neuenAm Gebäude mit der schmucken Fassade an der Werner Abeggstrasse steht das Baujahr 1914 geschrieben. Bereits damals wurde das heute vom Denkmalschutz als erhaltenswert eingestufte Haus als Schule benutzt. Doch seit die Sekundarschüler 1993 in die damals neue Schulanlage Aebnit zogen, wurde es von verschiedenen Mietern anderweitig genutzt. Und so konnten die Riggisberger Kinder gestern zurückerobern, was eigentlich ihnen gehört. Damit ihnen dieser Augenblick in Erinnerung bleibt, hatten sich die Lehrkräfte ein besonderes Ritual ausgedacht: Vor den Eingangstüren zum Schulhaus und zum neu angebauten Nebengebäude hatten sie aus Bananenkisten Portale errichtet. Jedes Kind durfte mit einem Schlüssel aus Karton ein gebasteltes Schloss aufschliessen und ins neue Schulhaus eintreten.Auf Basisstufe ausgerichtetDas neue Unterstufenzentrum bietet Platz für zwei Kindergarten- und zwei Schulklassen. Im alten Gebäude wurden pro Stockwerk jeweils zwei alte Klassenzimmer zu einem neuen umgebaut. «Es braucht viel Platz, um mit kleinen Kindern zu arbeiten», erklärt Rosmarie Fischer von der Schulleitung. Nicht nur am Pult, sondern auch sitzend im Kreis werde unterrichtet. Im Kindergarten brauche es zudem Nischen, um verschiedene Spielwelten zu erschaffen. Das neue Konzept in Riggisberg ist bereits auf den geplanten Basisstufenunterricht (Kindergarten kombiniert mit Unterstufe) ausgerichtet. Seit gestern werden die 1. bis 6.Klasse in gemischten Klassen unterrichtet. Jeweils zwei Jahrgänge teilen sich ein Klassenzimmer. Im Unterstufenzentrum gibt es somit zwei aus Erst- und Zweitklässlern zusammengemischte Klassen. 3,75 Millionen FrankenDer Umbau des alten Sekundarschulhauses hat rund 3,75 Millionen Franken gekostet. Etwa ein Jahr lang wurde gebaut. «Wir liessen so viel vom alten Gebäude stehen, wie möglich war», sagt Architekt Rolf Pauli. Noch sei das Schulhaus nicht ganz fertig. Anfang nächstes Jahr sollen auf dem Umschwung Spielgeräte hingestellt, Grünfläche angesät und Materialgebäude errichtet werden.Mit dem Auszug der Unterstufenschüler aus der Schulanlage Aebnit wird dort Raum frei. Noch wird abgeklärt, wie dieser genutzt werden soll. Den Platz benötigt die Schule in Riggisberg dringend, denn die Schülerzahl im Regionalzentrum steigt stetig an. «Ungelöste Platzprobleme bilden zum Beispiel nach wie vor der Mittagstisch oder die Tagesschule», sagt Gemeinderat Hans Ulrich Weiss (SVP).Sandra Rutschi>

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