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Kindergärtler begeistern mit ihren Räben die Jury in Horgen

Am Samstag wurden am Räbeliechtliumzug in Horgen erstmals die schönsten Räben prämiert. Kein einfaches Los bei 2500 Laternen.

Von Carole Bolliger Horgen &endash Kurzfristig musste Kurt Meier am Freitagnachmittag noch 400 zusätzliche Räben besorgen, so gross war die Nachfrage dieses Jahr. Kurt Meier ist Vorstandsmitglied von Pro Horgen, dem Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft, der den Horgner Räbeliechtli-umzug organisiert. Insgesamt gab er heuer 2500 Räben an die Kinder und Jugendlichen ab. Erstmals in der über 50-jährigen Geschichte des Horgner Räbeliechtliumzugs wurden am Samstag die Sujets aus Räben von einer Jury bewertet und prämiert. «Das sollte ein Ansporn sein, damit noch mehr Klassen mitmachen», sagt Carlo Bosshardt, der die Idee hatte und auch gleich den Preis sponserte &endash der Gewinner erhielt 200 Franken für die Klassen- oder Vereinskasse. Lisa Gautschi steht bei ihrem Wagen. Ihre Mitschüler aus der 4. Klasse von Peter Schwerzmann haben sich nach längeren Diskussionen und verschiedenen Motivideen schliesslich für ein Gespenst entschieden. «Ich freue mich jedes Jahr auf den Räbeliechtliumzug. Es ist schön, wenn wir unser Kunstwerk präsentieren können», sagt die Zehnjährige. Natürlich würde sie sich freuen, wenn ihre Klasse den ersten Preis gewinnen würde, aber andere Klassen hätten auch sehr schöne Sujets gemacht, sagt das Mädchen. Holzwagen gewinnt Den Preis nahm tatsächlich jemand anderes nach Hause. Der Holzwagen, mit Tannzweigen geschmückt und etwa 30 geschnitzten Räben mit dem Teddybären als Maskottchen, hatte es der Jury angetan. Diese entschied sich für das Kunstwerk vom Kindergarten Heubach. Gross war die Freude bei den Kleinen, die stolz den Preis entgegennahmen. «Da hat sich die stundenlange Schnitzerei gelohnt», sagt Claire Schönholzer, Mutter einer Kindergärtlerin. Die Organisatoren haben ihre Lehre aus dem letztjährigen «Würstli-Skandal» gezogen und dieses Jahr wieder auf die guten alten Wienerli aus Pouletfleisch zurückgegriffen. Kurt Meier zeigte sich nach dem Umzug sehr zufrieden. Trotzdem hat er noch einen Wunsch für nächstes Jahr. «Ich möchte, dass jeder Horgner Kindergarten am Räbeliechtliumzug teilnimmt, denn vor allem für sie veranstalten wir den Anlass.» Dafür werde er demnächst Gespräche mit den Verantwortlichen führen. Zudem wird noch abgeklärt, ob sich die Klassen aus dem Horgenberg dem Umzug im Dorf anschliessen. Die Organisatorin gab heuer ihren Rücktritt bekannt. Der prämierte Holzwagen des Kindergartens Heubach. Foto: A. Springer

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