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Kita-Sanierung vertagt

Die Betriebskommission der Kita Delfin in Bettlach möchte «ihr» Haus an

Die Liegenschaft an der Flurstrasse 4 in Bettlach, in der die Kindertagesstätte (Kita) Delfin untergebracht ist, muss saniert werden. Das Gebäude ist schlecht isoliert und regelmässig von Schimmel und Ameisen befallen. Die Betriebskommission der Kita stellte dem Gemeinderat am Dienstag den Antrag, für 280000 Franken neben der energetischen Sanierung auch den Dachstock auszubauen. «So könnten drei bis sechs zusätzliche Krippenplätze geschaffen werden», begründete Thomas Steiner, CVP-Gemeinderat und Präsident der Betriebskommission, den Antrag. Die grosse Nachfrage – für die Kita gibts eine Warteliste – rechtfertige diesen Ausbau. Bereits die Eintretensdebatte auf das Geschäft gab im Rat zu diskutieren. Gemeindepräsident Hans Kübli wollte wissen, welche Strategie die Kita für die Zukunft verfolge. «Ich könnte mir auch das Adamhaus als alternativen Standort vorstellen», warf Kübli ein. Die Liegenschaft an der Flurstrasse könnte zum Beispiel verkauft oder anderweitig genutzt werden. Die Sanierung würde den Wert der Liegenschaft noch steigern, so Kübli. Bescheidenere Strategie «Die Kita verfolge die Strategie der kleinen Schritte», erklärte Steiner. Man wolle vorerst das Haus sanieren und leicht ausbauen. Falls mittelfristig der Mittagstisch in die Schule integriert würde, hätte es an der Flurstrasse Platz für zwölf weitere Krippenplätze. Zudem haben die beiden Bettlacher Firmen Synthes und Mathys insgesamt drei Plätze für sich reserviert. Dafür bezahlen sie eine jährliche Pauschale von 10000 Franken pro Platz. «Mit dem Ausbau könnten wir diese Plätze zusätzlich anbieten», so Steiner. Leonz Walker (SVP) wollte wissen, ob die Liegenschaft an der Flurstrasse für die Kita überhaupt geeignet ist. Und «Für mich macht es keinen Sinn, soviel Geld in dieses Gebäude zu investieren», fuhr er fort. Alternativen wie das Adamhaus müssten geprüft werden. Das Haus sei durchaus für die Kita geeignet, entgegnete Steiner. Das sei ihm von mehreren Seiten bestätigt worden. «Zudem hat der Kanton uns die Betriebsbewilligung erteilt» fügte Steiner an. Barbara Leibundgut (FdP) tendierte wie die SVP-Fraktion dazu, nicht auf das Geschäft einzutreten. «Ich befürworte das Kita-Angebot, die Strategie sollte zuerst noch in den Fraktionen und im Gemeinderat diskutiert werden», sagte sie. Insbesondere die Alternative Adamhaus sollte genauer aufgezeigt werden, um einen Entscheid fällen zu können. Eine Frage der Grösse Die Strategiefrage habe auch ihn verunsichert, fügte Jean-Pierre Summ (SP) an, weshalb auch er sich für die Vertagung des Geschäfts aussprach. Steiner betonte, dass die Alternative Adamhaus eine Frage der Grösse sei, sowohl räumlich als auch finanziell. «Die Kita hat die bescheidenere Strategie gewählt», sagte er. Zudem brauche das Aufzeigen von Alternativen Zeit, so dass das Projekt wohl nicht mehr ins Budget 2010 aufgenommen werden könnte und um ein Jahr nach hinten verschoben würde. Der Rat liess sich nicht mehr umstimmen. Mit 8:3 Stimmen entschied er sich für Nichteintreten, mit der Auflage, dass die Betriebskommission dem Rat «möglichst bald» Alternativen aufzeigt. Nadja Kaiser>

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