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Kloten: Neue Finanzierung für Stadtbibliothek gefordert

Der Klotener SVP ist die städtische Bücherei zu teuer. Sie will für den Betrieb weniger Steuergelder einsetzen.

Von Alexander Lanner Kloten – An seiner Sitzung vom Dienstag hat das Parlament von Kloten dem Stadtrat das Postulat der SVP-Fraktion, «Betrieb der Stadtbibliothek mit weniger Steuergeldern», überwiesen. Benno Ehrensperger (SVP) hält in seinem Vorstoss fest, dass aufgrund der angespannten Finanzlage der Stadt Kloten eine Überprüfung der «rein fakultativen Dienstleistung» angebracht sei. So sollen die Preisstrukturen mit den umliegenden Stadtbibliotheken verglichen und andere Betriebsmöglichkeiten wie eine private Trägerschaft geprüft werden. Ehrensperger zeigte sich in seinen Ausführungen davon überzeugt, dass es für die Stadtbibliothek «noch andere Einnahmequellen» gebe. Die Jahresrechnung 2009 weist für die Stadtbibliothek Kosten von 291 000 Franken aus. Im Voranschlag 2010 sind 263 900 Franken budgetiert. Ein Jahresabonnement für einen Erwachsenen kostet in Kloten 30 Franken. Zum Vergleich: In Opfikon zahlt man ebenfalls 30 Franken. In Bülach werden von den Einheimischen 40 Franken pro Jahr verlangt, mit DVD-Ausleihe 60 Franken. Auswärtige müssen jeweils 10 Franken mehr bezahlen. Im Rat fand das Postulat der SVP nicht in allen Fraktionen Anklang. Mathias Rieder (GLP) meinte, aus bildungspolitischer und sozialer Sicht müsse Kloten eine öffentliche Bibliothek führen. Suzanne Rieder (EVP) befürchtete gar, die Vorboten einer Schliessung der Stadtbibliothek zu erkennen. Beide lehnten eine Überweisung des Postulats ab. Schliessung kein Thema Klar für den Vorstoss sprach sich Christian Ferber (FDP) aus. Ebenfalls zustimmend äusserte sich Gaby Kuratli (CVP). Die Überprüfung der bisherigen Finanzierung sei wünschenswert. Eine Schliessung der Bibliothek würde die Fraktion aber niemals befürworten. Bei der Abstimmung folgte die Mehrheit des Parlaments dem Antrag der SVP und stimmte mit 21 zu 5 Stimmen bei 3 Enthaltungen für die Überweisung. Die übrigen Geschäfte wurden ohne grosse Diskussionen abgehandelt. Die Jahresrechnung 2009, die bei einem Aufwand von 127,75 Millionen Franken anstelle eines Minus von 5,8 Millionen Franken mit einem Plus von 5,6 Millionen Franken schloss, wurde einstimmig genehmigt. Gutgeheissen wurde auch der Geschäftsbericht 2009. Zudem hat der Gemeinderat die Bauabrechnung für die nicht gebundenen Ausgaben der Glattalbahn (Fussweg Haltestelle Balsberg) von 250 000 Franken genehmigt.

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