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Konkurrenz mit Einschränkungen

Sechs Stürmer hat Coach Ottmar Hitzfeld für das Testspiel des Nationalteams gegen Italien aufgeboten. Blaise Nkufo und Alex Frei müssen dennoch nicht um ihren Platz fürchten. Aufdrängen will sich Verteidiger Philipp Degen.

Die Nacht des Schweizer Fussballs am Montag im Berner Kursaal hat bei Ottmar Hitzfeld und seinen Spielern keine Spuren hinterlassen. Wie auch – das Aushängeschild des Fussballverbands verliess den Galaabend bereits um 22 Uhr zu Beginn des Auftritts der Rockband Gotthard Richtung Hotelunterkunft in Basel. Immerhin erschienen der Nationaltrainer, Goalie Diego Benaglio, Verteidiger Philipp Degen und die Stürmer Alex Frei und Blaise Nkufo am Tag danach ausgeruht und gut gelaunt zur Fragestunde vor dem Testspiel gegen Italien (St.-Jakob-Park, heute 20.45 Uhr). Auch Captain Frei, nach seinem dummen Platzverweis am Sonntag gegen Zürich etwas in die Defensive geraten, gab sich zugänglicher als auch schon bei solchen Terminen. Die Affiche ist interessant, «jeder drängt auf einen Einsatz», sagt Hitzfeld. Das Spiel gegen den Weltmeister ist das Vorprogramm zum Endspurt, den die Schweizer in der WM-Qualifikation zu bewältigen haben. Am 5.September ist Griechenland in Basel zu Gast, vier Tage später spielt die Schweiz in Lettland. Es folgen Mitte Oktober die Partien in Luxemburg und daheim gegen Israel. Das Treffen der punktgleichen Gruppenleader Griechenland und Schweiz kann in dreieinhalb Wochen vorentscheidend für die direkte Qualifikation sein.«Dann ist der Sieg möglich»Ein renommierter Vorbereitungsgegner wie Italien kommt Hitzfeld da gerade recht: «Wie gegen Griechenland wird auch gegen Italien der mentale Aspekt wichtig sein. Wir wollen so wenige Fehler wie möglich begehen. Dann ist der Sieg möglich.»Für den zweiten Teil der WM-Qualifikation scheint die Auswahl vor allem im Angriff grösser. Erstmals unter Hitzfeld gehört Basel-Stürmer Marco Streller zum Aufgebot der Auswahl. Johan Vonlanthen, von dem der Nationaltrainer nach den Spielen gegen Israel und Luxemburg enttäuscht war, ist nach einer Denkpause und dem Wechsel von Salzburg zu Zürich wieder dabei. Dazu kommen Hakan Yakin und der talentierte Eren Derdiyok. Deshalb verkündet Hitzfeld: «Der Konkurrenzkampf ist brutal.» Genau betrachtet, handelt es sich aber um einen Konkurrenzkampf mit Einschränkungen. Denn Mittelstürmer Nkufo und Frei als hängende Spitze sind gesetzt. Yakin und Co. sind die Ergänzungsspieler. «Das Duo Frei/Nkufo ist eingespielt und sorgte mit seinen Toren für unsere gute Ausgangslage», sagt der Coach, der sich mit den Italienern auf sechs Spielerwechsel geeinigt hat. Nkufo hat in neun Spielen unter Hitzfeld fünf Tore erzielt. Frei traf in sieben Einsätzen vier Mal. Philipp Degens RückkehrNicht nur im Angriff lässt sich der Nationaltrainer auf keine Experimente ein. In der Startformation dürfte heute mit Philipp Degen als rechter Aussenverteidiger nur ein Rückkehrer stehen. Dies, weil Stephan Lichtsteiner gegen Griechenland gesperrt ist. Hitzfeld braucht eine Alternative zum Spieler von Lazio Rom. Da kommt es ihm recht, ist Degen nach einem «Seuchenjahr» wieder gesund. Nach seinem Transfer zu Liverpool vor einem Jahr war der 26-Jährige nie länger als drei Wochen verletzungsfrei. Nun aber konnte er die gesamte Vorbereitung bestreiten. Erstmals seit dem 20.November 2007 (0:1 gegen Nigeria) steht Degen in der Schweizer Startformation. «Ich will mich bestmöglich präsentieren», lautet seine Ambition.Alexander WäflerMehr zu Schweiz - Italien Seite 12>

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