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Kündigung in Schönenberg löst einen Wirbel aus

Der neue Gemeindeschreiber hat in der Probezeit gekündigt. Grund sind Altlasten aus vergangenen Jahrzehnten. Mit seiner Kündigung sticht er in ein Wespennest. aödkfjaösdkfjaödaösdkfjaskdjfkasjdfköjasködfkjaklsdjflajsdöfjöasjödfljasöldkfjölaksdjfljasd

Von Daniela Haag Schönenberg – Beat Müller trat im Januar die Stelle als Gemeindeschreiber in Schönenberg an. Doch diese will er nun bereits wieder verlassen, – während der Probezeit (TA von gestern). Altlasten seien beim Bau der Sportanlage zutage getreten, hatte der Gemeinderat in der Medienmitteilung geschrieben. Weiter teilte er mit, Altlasten gebe es auch in der Verwaltung und der Behördentätigkeit der letzten Jahre, und diese müssten thematisiert werden. Gemeindepräsident Alfons Schuler (parteilos) bedauert Müllers Kündigung sehr. «Er wäre der Richtige gewesen, um die Altlasten aufzuarbeiten.» Über die Probleme will er im Detail nicht sprechen, um nicht noch mehr Wirbel auszulösen: «Das ist ein heikles Thema.» Auch der Gemeindeschreiber geht nicht ins Detail, sagt aber: «Was ich antraf, erschreckte mich.» Es sei in den letzten Jahren einiges aus dem Ruder gelaufen. In jeder Gemeinde gebe es Pendenzen. In Schönenberg sei es aber die Menge und Vielfalt der Altlasten. «Alles hat seine Grenzen», sagt er. Er versichert, es seien Sachzwänge, die ihn bewogen hätten, zu kündigen. Personelle oder menschliche Probleme mit dem Gemeinderat oder der Verwaltung gebe es nicht. Problem bekannt Die Aufsicht über die Gemeinden liegt beim Bezirksrat. «Die Problematik ist uns bekannt», sagt Bezirksratspräsident Armin Steinmann zum Fall Schönenberg. Er habe aber keine Hinweise, dass er aufsichtsrechtlich einschreiten müsse. Es bestehe keine Not, sagt er. Steinmann behält die Gemeinde aber im Auge. «Wir weisen laufend auf Schwachstellen hin und überwachen diese.» So sei bei der letzten Visitation einiges besprochen worden. Der Bezirksrat sei mit den Behörden und dem Gemeindeschreiber in Kontakt. Welcher Art die Altlasten sind, ist auch einen Tag nach der Mitteilung der Kündigung nicht zu erfahren. Die Zurückhaltung wird mit dem Amtsgeheimnis oder dem Persönlichkeitsschutz begründet. Laut Armin Steinmann sind es viele kleine Sachen, die Wirkung hätten. Als Beispiel nennt er die Linde, die nicht hätte gefällt werden dürfen. Die Eigentümer waren aber nicht informiert worden, als der Baum unter Schutz gestellt wurde. Bereits Müllers Vorgänger, Walter Kälin, blieb nur eineinhalb Jahre und begründete seinen Abgang im Juli letzten Jahres unter anderem damit, dass ihn Sachfragen im Bereich Bauen aufgerieben hätten. Hoffnungsträger geht Beat Müller sagt, er habe viele Reaktionen auf seine Kündigung erhalten. Manche hätten in ihm einen Hoffnungsträger gesehen. «Vielleicht brauchte es mich, um etwas wachzurütteln.» Er bleibt bis April in Schönenberg. Die Gemeinde kann auch weiterhin auf die Unterstützung von Alfred Tanner zählen, welcher die Verwaltung seit Kälins Kündigung leitet. «Er bleibt, bis alle Altlasten bereinigt sind», sagt der Gemeindepräsident. Jetzt würden alle Pendenzen aufgearbeitet und Dossiers erledigt. «Alles wird durchgekämmt», sagt Gemeindepräsident Alfons Schuler.

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