Zum Hauptinhalt springen

Kündigung war missbräuchlich

Einer Pflegerin in einem Alters-und Pflegeheims in Dürnten hat sich mit Erfolg gegen ihre fristlose Kündigung gewehrt. Sie erhält nun eine Abfindung.

Von Regula Lienin Dürnten – Silvia Baumann ist erleichtert: «Es hat sich gelohnt, dass ich gegen die fristlose Kündigung rekurriert habe.» Vor zwei Jahren machte sie eine turbulente Zeit durch. Die Pflegerin des Alters- und Pflegeheims Nauengut in Dürnten erkrankte schwer und erhielt die fristlose Kündigung – einen Monat, nachdem sie ihre Arbeit wieder aufgenommen hatte. Fast 20 Jahre hatte sie für das Heim gearbeitet. Hintergrund der Entlassung waren Probleme mit der damaligen Pflegedienstleiterin. Die heute 53-Jährige wehrte sich gegen die Kündigung mithilfe eines Anwalts. Weil der Vergleich mit der Gemeinde, der Trägerin des Nauenguts, scheiterte, rekurrierte sie im April 2010 ein erstes Mal beim Bezirksrat Hinwil. Dieser hiess ihren Rekurs gut und hielt die Gemeinde an, zu prüfen, ob Baumann zusätzlich eine Abfindung zustünde. Als sich nichts tat, rekurrierte Baumann ein zweites Mal. Dieser Rekurs endete Ende November letzten Jahres in einem Vergleich mit der Gemeinde. In einem 54-seitigen Bericht findet der Bezirksrat klare Worte: Es sei «kein wichtiger Grund nachgewiesen, weswegen die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses und das Abwarten des ordentlichen Kündigungstermins für die Arbeitgeberin unzumutbar gewesen wäre». Für Silvia Baumann hat nicht nur die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung ein positives Ende gefunden. Seit eineinhalb Jahren arbeitet die Dürntnerin wieder in einem Alters- und Pflegeheim. Gemeinde muss bezahlen Weniger erfreulich ist der Ausgang für die Gegenseite: Die ungerechtfertigte fristlose Kündigung kostete den Arbeitgeber – und damit die Gemeinde – einen nicht genannten Betrag. Gemeindepräsident Hubert Rüegg (FDP) bedauert die Umstände, die zur arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung geführt haben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch