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Libellen kommen nach Neerach

Nur etwa ein Prozent aller Libellen werden in ihrem Leben fliegen. Jetzt macht das Naturschutzzentrum ihren Lebenslauf begreifbar.

Von Florian Schaer Neerach – Im Naturschutzzentrum Neeracherried wird derzeit der Lebensraum der Libellen im Massstab 10 zu 1 nachgebaut. Meterhohe Schilfrohre ragen in den Raum. Der obere Stock des Zentrums wird sich mit dem Leben der Libellen in der Luft befassen. An einem aufwendigen Grossmodell kann man versuchen, sich wie eine Libelle auf und ab zu bewegen und gleichzeitig mit den Beinen ein Insekt zu packen. Da eine Libelle jeden ihrer vier Flügel mit einer eige-nen Muskelgruppe ansteuern kann, beherrscht sie sehr komplexe Flugmanöver. Diese Fähigkeit ist die Voraussetzung dafür, dass Libellen anderen Insekten in einem Luftkampf nachstellen können. Die Ausstellung wird von Informationsbroschüren und Videoaufnahmen ergänzt. Am Treppengeländer lässt sich zeigen, wie eine Libellenlarve im letzten Stadium das Wasser als Lebensraum verlässt. «Erst danach entfalten sie ihre Flügel, lassen diese trocknen und fliegen davon», sagt Zentrumsleiter Stefan Heller. Bis dahin schafft es aber nur etwa ein Prozent aller Tiere. Die restlichen 99 von 100 Libellen werden als Eier oder als Larve gefressen. Die Chancen, im Neeracherried selber eine Libelle beobachten zu können, werden im Frühling gut stehen. An einem sonnigen Tag sind dort Hunderte unterwegs. Allerdings nur bei schönem Wetter. In Neerach kommt die Hälfte aller in der Schweiz vertretenen Libellenarten vor, für die meisten ist die Moorlandschaft überlebenswichtig.

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