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Lieder für die Kleinen

Die Wädenswiler Musiklehrerin Léa Blumer-Comfort hat eine CD mit Kinderliedern aufgenommen. Manche könnten auch von Dieter Bohlen stammen.

Von Pascal Münger Wädenswil &endash Das härteste Publikum besteht aus Kindern. Ihnen sind technische Feinheiten und das Image der Interpreten total schnuppe. Es zählt einzig die Melodie und was sie in Kopf und Bauch auszulösen vermag. Man braucht also ein feines Gespür für tragende Melodien, wenn man Lieder für die Kleinen schreibt. Die Wädenswilerin Léa Blumer-Comfort hat dieses Gespür. Seit Jahren engagiert sie sich in ihrem Kindermusiktheater, das sich als kulturelles Angebot in Sachen Schauspielerei, Tanz und Gesang für Kinder und Jugendliche versteht. Nun veröffentlicht die ausgebildete Pianistin und Musiklehrerin mit der CD «Häppy» ein komplettes Album, auf dem sie 15 Lieder komponiert und getextet hat, die von Kindern gesungen und für Kinder gedacht sind.«Häsch du gsee? Alles um öis ume, äifach nur für öis. S isch es Gschänk vo dere Ärde, dem mues würkli Sorg gää werde, alles nur für öis», singt eine zarte Kinderstimme zu einer sanften Schlagermelodie, die auch aus der Feder von Dieter Bohlen stammen könnte. Léa Blumer-Comfort begleitet sie auf dem Klavier. Tiefgang hat diese Musik nicht, dafür ist alles zu vorhersehbar und auf eine kitschige Art fröhlich. Aber sie ist charmant und bezaubernd, weil sie durch die Kinderstimmen und die unaufgeregten Melodien unschuldig und rein klingt.«E son es Picknick im Freie isch so schön, wänn mir so singed, dänn chömed schöni Tön», heisst es im Refrain des Stücks «Picknick». Das könnte man auch gut als Motto der CD nehmen. Man merkt, dass die Kinder die Zusammenarbeit mit Léa Blumer-Comfort geniessen und Spass am Singen haben. Und das ist auch das erste Ziel dieser Produktion: «Die projektorientierte Arbeitsweise begeistert und motiviert die Teilnehmer und treibt sie zu Höchstleistungen», schreibt Blumer-Comfort auf der Rückseite des CD-Booklets. Stücke mit professioneller Note Arrangiert wurden die Lieder von Reto Fürst, der es verstanden hat, die einfachen Ideen beizubehalten und den Stücken trotzdem mit einer pointierten Instrumentierung eine gewisse professionelle Note zu geben. «Häppy» tönt nicht wie eine CD, die man einfach kurz in den Sommerferien mit ein paar Kindern aufgenommen hat, sondern nach Musik, die den Protagonisten eine Herzensangelegenheit ist. Die Lieder auf diesem Album sind nicht nur etwas für die stolzen Verwandten der Mitglieder des Kindermusiktheaters. Sie können durchaus auch allen Kindern und Junggebliebenen gefallen, die gerne einfache Lieder mitsingen, die im Gegensatz zu den vielen simplen Songs der Hitparade sogar aus dem eigenen Leben erzählen. «Ich bin äifach so ent- tüüscht, i de Schuel han i e schlächti Note ghaa», singt eine traurige Stimme im Lied «Glaub a dich!». Und weil die CD ja «Häppy» heisst, singt danach eine zweite Stimme: «Jetz vertrou doch dir, bim nöchschte Mal wirds besser usechoo.» Léa Blumer-Comfort hat die Lieder komponiert, Reto Fürst hat sie arrangiert. Foto: PD

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