Zum Hauptinhalt springen

Lindau hat neu ein Energie-Label

Seit gestern darf sich Lindau offiziell als Energiestadt bezeichnen. Regierungsrat Markus Kägi (SVP) hat die Auszeichnung überreicht.

Von Rosmarie Schmid Lindau – Gemeindepräsident Fritz Jenzer (parteilos) erklärte am Neujahrsapero, dass der Gemeinderat seit 2006 eine effiziente Energiepolitik betreibe. Weil aber bis zum Ende der letzten Legislatur kein konkretes Programm ausgearbeitet war, sei man dem Trägerverein Energiestadt beigetreten. Der Gemeinderat habe auch kritische Stimmen vernommen, sei aber überzeugt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Als Energiestadt-Vertreter wandte sich Walter Kubik an die Bevölkerung: «Machen Sie sich als Gemeinde fit für die Zeit nach der Verschwendung.» Gleichzeitig lobte er Lindau, weil es 55 Prozent seines Potenzials im Energiebereich nutze. Dazu gehören rund 10 Prozent des Wärmebedarfs, der mit erneuerbarer Energie und Abwärme gedeckt wird: durch die ARA Mannenberg, deren Abwärme genutzt wird, durch das Fernwärmenetz der Firma Heider Holzenergie sowie durch die Hans Gerber AG Sargfabrik, die mit ihren Holzabfällen nahe gelegene Quartiere beheizt. Vorbildlich zeige sich Lindau auch in der Stromversorgung, so Kubik. 2007 wurde die Gemeinde mit 80,3 Prozent Atomstrom versorgt – heute sind es noch knapp deren 5. Über 90 Prozent stammt mittlerweile aus Wasserkraft, der Rest wird durch Biomasse und Solarenergie gedeckt. Zudem hat sich Lindau verpflichtet, öffentliche Bauten im Minergiestandard zu errichten. Lindaus Umweltvorsteherin Ruth Alder freute sich gestern besonders, mussten die Gemeinde für den Erhalt des Labels doch viele Auflagen erfüllen. Für die Zukunft wünscht sie sich eine Karte, auf der optimale Gemeindegebiete für Fotovoltaik und Warmwassererzeugung eingetragen sind. Betreiber einer entsprechenden Anlage können ihre Energie gegen Entgelt ins Stromnetz der Gemeinde einspeisen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch