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Metzger spielt auch als Mutter erfolgreich

Die Züri Beach Tour machte am Samstag im Freibad Allenmoos in Zürich Halt. Die ehemalige Top-Spielerin und zweifache Mutter Jolanda Metzger aus Oetwil erreichte den Halbfinal.

Beachvolleyball. - Die Ausgangslage wäre eigentlich perfekt. In einer der grössten und schönsten Badeanstalten der Stadt liegen an einem Samstagmorgen die drei bestens präparierten Beach-Volley-Felder in der Morgensonne. Sie warten nur darauf, von den Athletinnen betreten zu werden, was diese nach dem obligaten Einwärmen motiviert und frohgemut auch tun. Die ersten Partien gehen bei leicht durchzogenem Wetter über die Bühne, und die ersten Badegäste treffen ein, doch dann passiert das, was so gar nicht zu dieser mit Sonne, Strand und Meer in Verbindung gesetzten Sportart zu passen scheint: Es beginnt erst zu tröpfeln, dann zu nieseln und schliesslich stark zu regnen. Doch sowohl Spielerinnen als auch die Organisatoren geben sich unbeeindruckt und spielen seelenruhig weiter. Pascal Lüchinger, der für die Organisation verantwortlich ist, hält gleichzeitig fest, was diese Turniere so einzigartig macht. «Die Stimmung ist ambitioniert und entspannt zugleich. Die Sportlerinnen kämpfen zwar um jeden Punkt, behandeln sich aber jederzeit absolut fair und respektvoll. Das zeigt sich auch darin, dass wir kaum Diskussionen haben, obwohl ohne Schiedsrichter gespielt wird.» Metzger als Pionierin Lüchinger ist froh, das Turnier im Allenmoos veranstalten zu können, denn das Sportamt der Stadt Zürich zeigte grosses Entgegenkommen, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich sei. «Das Einzige, was ein bisschen schade ist, ist, dass wir keine Musik laufen lassen dürfen, da die Nachbarn hier so nah an der Anlage sind, aber auch damit können wir leben.» Die Turniere auf der höchsten Regionalstufe B1 sind immer gut besucht und vor allem auch gut besetzt, da oftmals Teams am Start sind, die auch an Turnieren der nationalen Tour teilnehmen. Die erfahrenste und erfolgreichste Teilnehmerin im ganzen Feld ist Jolanda Metzger, die in der Schweiz zu den Pionieren dieser Sportart gehört und in ihrem Palmarès einige schöne Erfolge stehen hat. So war sie unter anderem Turniersiegerin auf der Coop Beach Tour, wurde Vize-Schweizer-Meisterin und war lange Zeit eine der besten Spielerinnen auf der Tour. Inzwischen ist sie aber auch Mutter von zwei Kindern im Alter von sieben und vier Jahren, was selbstredend auch ihr Verhältnis zum Sport beeinflusst. Turniere, die in einem lauschigen Freibad vonstatten gehen, finden denn auch eher den Weg in Metzgers Turnierkalender, da sie dann die Kinder mitnehmen kann und sich das Familiäre und das Sportliche elegant verbinden lassen. Leider spielt diesmal das Wetter nicht mit, und so kommen die beiden Kleinen nicht in den Genuss eines sommerlichen Badeplausches. Dafür gelingt es ihrer Mutter um so besser, im feuchten Sand zu reüssieren. Vom Volleyball-Virus infiziert Metzger trainiert von Mai bis August zwei- bis dreimal in der Woche und spielt zwei Turniere pro Monat, im Winter ist sie mit Jona in der NLB beim Hallen-Volleyball engagiert und ist dementsprechend auf viel familiäres Wohlwollen angewiesen. Da ihr Mann jedoch selber Volleyball gespielt hat und viel Verständnis für ihre Leidenschaft aufbringt, lässt sich alles gut kombinieren, ohne dass etwas zu kurz kommt. Schon gar nicht der Erfolg, denn auch diesmal spielt sich die sportliche Mutter trotz Dauerregen wieder in den Halbfinal. Ihre Kinder werden stolz sein.

Die Oetwilerin Jolanda Metzger kann dank familiärer Unterstützung weiterhin ihrer grossen Leidenschaft, dem Beachvolleyball, nachgehen.

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