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Millionenprojekt in Sicht

Da nichts aus der Fusion mit Lauperswil geworden ist, nimmt Rüderswil nun die Erneuerung des Gemeindehauses in Angriff.

Der Gemeindehausumbau beginnt vielleicht schon 2010.
Der Gemeindehausumbau beginnt vielleicht schon 2010.
Thomas Peter

Das heutige Rüderswiler Gemeindehaus wurde vor 110 Jahren als Schulhaus gebaut und vor 40 Jahren letztmals richtig saniert. Entsprechend schlecht sei sein Zustand mittlerweile, berichtet Jürg Rothenbühler. Dach und Fassaden seien nicht mehr dicht, der Energieverbrauch riesig, die Schulküche im Unter- und die zwei Wohnungen im Obergeschoss entsprächen nicht mehr heutigen Bedürfnissen. Und seit nebenan das neue Schulhaus gebaut worden sei, stünden im Altbau viele Räume leer. «Eigentlich schade.»

Die Idee vom Tearoom

Rothenbühler ist Vize-Gemeindepräsident und leitet die Kommission, die seit zwei Jahren den Umbau des Gemeindehauses vorbereitet. Zwischenzeitlich wurden die Arbeiten unterbrochen, weil die Fusion mit Lauperswil zur Diskussion stand. Wäre sie Tatsache geworden, hätte man die gemeinsame Verwaltung vermutlich in Zollbrück angesiedelt. Bekanntlich sagte Lauperswil aber Nein zur Fusion. So sei es jetzt höchste Zeit, eine Lösung für das Rüderswiler Gemeindehaus zu suchen, erklärt Jürg Rothenbühler.

Die Baukommission hat ihre Arbeit also wieder aufgenommen. Sie prüfte verschiedenste Ideen – vom Dorfzentrum über ein Mehrzwecklokal bis zu einem Tearoom –, verwarf diese wieder und arbeitet nun ein Sanierungskonzept aus. Im voluminösen Gebäude sollen nebst der Gemeindeverwaltung künftig die Basisstufe (Kindergarten sowie 1. und 2.Klasse), eine modernere Schulküche und Werkräume untergebracht sein. Weiter spricht Rothenbühler von bis zu fünf «grosszügigen Wohnungen». Die 1965 angebaute Turnhalle wird allenfalls renoviert. Die Baukosten für dies alles sind noch nicht errechnet, sie werden die Millionengrenze aber deutlich überschreiten.

Mehrere Etappen

Mitte November wollen die Behörden das Sanierungskonzept der Bevölkerung vorstellen, die Volksabstimmung über den Millionenkredit ist für Frühjahr 2010 vorgesehen. Bei einem Ja begänne darauf die Detailplanung und Ende 2010/Anfang 2011 der Umbau. Die Arbeiten würden wohl auf mehrere Jahre etappiert, sagt Jürg Rothenbühler. «Mit dem Projekt wollen wir auch ein Zeichen gegen die Krise setzen, eine Art Wirtschaftsförderung betreiben.»

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