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Mit Handzeichen über leuchtende Zebras

Verkehr Viele Fussgängerstreifen täuschen Sicherheit nur vor, TA vom 12. 12. Unsinniges Diktat. Ich finde es empörend, wenn Ueli Zoelly, Chef der Verkehrspolizei der Kantonspolizei Zürich, behauptet, dass das Handzeichen am Fussgängerstreifen in unserem Verkehrssystem ein «Fremdkörper» sei. Jahrzehntelang diente das Handzeichen schliesslich in unserem Land der Sicherheit der Fussgänger. Erst nach dessen Abschaffung stiegen die Unfälle am Zebrastreifen. Ebenfalls ein dummes Argument ist, dass die Schweiz wieder zu einer «verkehrstechnischen Insel» würde, falls man das Handzeichen wieder einführen würde, da alle umliegenden Länder es abgeschafft hätten. Müssen wir denn wirklich jeden Unsinn, den uns das Ausland diktiert, mitmachen? Helmut Ograjenschek, Zürich Freie Sicht vor Fussgängerstreifen. Dem BfU-Sicherheitsexperten Gianantonio Scaramuzza ist dahingehend zuzustimmen, dass viele Zebrastreifen falsch angelegt, überflüssig oder unvollständig konzipiert sind. Dazu gehören vor allem die Streifen, die zu dicht an Kreiseln liegen, was auch bei vorsichtigem Fahren zu heiklen Situationen führen kann. Gerade für diese Stellen ist zusätzlich zu fordern: Das Bepflanzen der Kreiselzentren muss endlich aufhören! Ungehinderte Sicht ist eine der wichtigsten Sicherheitsanforderungen im Verkehr. Das gilt auch bei Kreiseln – nicht nur dort, wo unmittelbar dahinter ein Fussgängerstreifen «lauert»! Robert Tobler, Geroldswil Petition Fussgängersicherheit. Eine TCS–Studie zum Thema Fussgängerstreifen hat klar aufgezeigt, dass viele Zebrastreifen ungenügend markiert sind. Eine untragbare Situation, welche Leben gefährdet! Dabei würde eine einfache Sanierung schon sehr viel bewirken. Die heutigen Markierungen reflektieren deutlich stärker als Markierungen aus früheren Jahren. Ein zusätzlicher Warteraum mit dem gleichen stark reflektierenden Material könnte dazu die Situation schon vor den Zebrastreifen massiv entspannen. Zum Glück hat das nun auch die Politik erkannt. Franco Albanese, Josef Wiederkehr und Davide Loss haben im Zürcher Kantonsrat eine Motion eingereicht, und auf nationaler Ebene hat Nationalrätin Kathy Riklin mit andern Politikerinnen und Politikern eine Onlinepetition auf Facebook gestartet und unterstreicht damit eine frühere Petition (Erhöhung der Sicherheit beim Fussgängerstreifen). Solche Vorhaben verdienen Unterstützung. Gian Nauli, Zürich Gegenseitige Rücksichtnahme. Es wundert mich sehr, dass die zwei Verbesserungen, die das Problem definitiv lösen könnten, kaum erwähnt werden: 1. Das Gelb der Fussgängerstreifen müsste mit einer reflektierender Farbe gestrichen werden, sodass diese bei jedem einfallenden Lichtkegel richtig aufleuchten. Auch bei Regen- und Nebelwetter wären diese von weitem gut sichtbar. Dies ist die technische Verbesserung. Was jedoch noch wichtiger ist: 2. Die gleiche Rücksicht, die der Autofahrer dem Fussgänger entgegenbringt, muss auch der Fussgänger dem Autofahrer entgegenbringen. Dies bedeutet, der Fussgänger darf niemals davon ausgehen, er sei der König der Strasse und sie gehöre ihm allein, nur weil er eben über einen Zebrastreifen geht. Auch darf der Fussgänger keinesfalls rücksichtslos die Autofahrer zu einem plötzlichen Stopp zwingen und so den fliessenden Verkehr aufhalten. Das Mindeste, was von einem Fussgänger verlangt werden kann, ist, dass er ein klares Handzeichen gibt. Schliesslich ist er das schwächste Glied im Strassenverkehr, und es geht um sein eigenes Leben. Deshalb: Nur eine gegenseitige Rücksichtsnahme kann schwere Unfälle reduzieren! Isidor Goldmann, Zürich Auch bepflanzte Kreisel sind nicht allen Fussgängern geheuer (im Bild: Bülacher Gewerbe- und Industriegebiet). Foto: David Baer

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