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«Mutiger Schritt»

Die Kernenrieder Althaus AG expandiert: Die Metallbauschlosserei packt ihren 2,8 Millionen Franken

1898 steht auf der alten Tür zum Schweinestall – es war die Zeit, als dem Bauernhaus mitten in Kernenried noch eine Schmitte angegliedert war. Den Grundstein zur heutigen Metallbaufirma legte Hans Althaus 50 Jahre später, als er mit seiner Frau von Ersigen nach Kernenried zügelte und dort ab 1948 eine Dorf- und Kesselschmiede betrieb. In den Jahren danach wurde immer wieder angebaut, was zum etwas speziellen Aussehen der Liegenschaft der heutigen Althaus AG führte. Nun stellt die heutige Inhaberfamilie Schürch eine neue Fabrikationshalle mit angegliedertem Bürogebäude auf und erfüllt sich so einen lang gehegten Wunsch. Möglich geworden sei dieses Bauvorhaben auch dank «der ausgezeichneten Auftragslage und einer langjährigen, treuen Kundschaft», freute sich Juniorchef Andreas Schürch am Spatenstich. Zu den Kunden des 7-Mann-Betrieb zählen Firmen wie die Hindelbanker Hebetec Engineering AG oder der Rüstungskonzern Ruag, der in Kernenried Zubehör für den Panzer Leopard bezieht. In einer wirtschaftlich angespannten Zeit 2,8 Millionen Franken zu investieren sei «ein mutiger Schritt», sagte Gemeinderatspräsident Hansruedi Frei. Architekt Heinz Jeger erinnerte daran, dass das Bauvorhaben bereits seit einem Jahr bewilligt ist. Weil das Firmenareal im Altlastenkataster vermerkt ist, mussten aber noch Bodenproben entnommen werden, was den Baubeginn etwas verzögerte. Wegen kleinster Belastungen von Schwermetallen muss nun vorerst ein Teil der Erde abgetragen und entsorgt werden. Dann soll es aber zügig vorangehen. Gebaut wird in drei Etappen. Zuerst entsteht die neue, 4518 Meter grosse Metallbaufabrikationshalle. Im zweiten und dritten Schritt wird die bestehende Halle abgebrochen und der Büroanbau realisiert. Seniorchef Urs Schürch hofft, dass die Arbeiten in anderthalb Jahren abgeschlossen sind. Dann ist auch Platz für zwei weitere Arbeitsplätze. Lilo Lévy-Moser>

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