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Nachts wirds dunkel in Kilchberg

Der Gemeinderat will Strom sparen und schaltet die Strassenbeleuchtung unter der Woche spätnachts ab.

Von Rahel Urech Kilchberg – Die Gemeinde Kilchberg war eine der ersten im Bezirk, die vor 27 Jahren ihre Strassen durchgehend beleuchtete. Diese Zeiten sind vorbei. Wie die Gemeinde gestern mitteilte, brennt ab dem 1. Juli von der Nacht auf Montag bis zur Nacht auf Freitag zwischen 1 und 5 Uhr keine Strassenlaterne mehr in Kilchberg. Ausgenommen sind Verkehrskonfliktpunkte bei schwierigen Kreuzungen. In den Nächten vom Freitag und Samstag werden die Strassen durchgehend beleuchtet, um Passagieren von Nachtzügen und -bussen eine sichere Heimkehr zu ermöglichen. «Es war primär die energiepolitische Situation, die uns zum Umdenken bewogen hat», sagt Tiefbauvorstand André Welti (Vereinigung der Parteilosen). Der jährliche Stromverbrauch könne die Gemeinde um 20 Prozent auf 272 000 kWh senken. Zudem spare die Gemeinde rund 20 000 Franken der jährlichen Kosten von 98 500 Franken für die Strassenbeleuchtung ein.Die Sicherheit für den Verkehr und vor Einbrüchen bleibe trotz dieser Massnahmen gewährt, sagt André Welti. Die Kriminalstatistik lasse keinerlei Zusammenhänge belegen zwischen der Beleuchtung des öffentlichen Raums und der Häufigkeit von Einbrüchen oder Verbrechen. «Diebe brechen nicht zwischen 1 und 5 Uhr ein, sondern wenn sie wissen, dass die Leute nicht zu Hause sind», sagt Welti. Er muss es wissen: 2008 wurde innerhalb von drei Wochen zweimal in seine Wohnung eingebrochen, einmal morgens um 6.30 Uhr, einmal um 18 Uhr – und dies direkt neben einer Strassenlaterne.

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