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Neues Horgner Schulhaus kommt doch in die Allmend

Als neuer Standort für das dringend benötigte Primarschulhaus setzte sich in einer Studie die Allmend durch. Im Unterschied zum abgelehnten Projekt will die Gemeinde aber auf eigenem Land bauen.

Von Patrick Gut Horgen – Nach der Abfuhr, welche die Stimmberechtigten dem Baurechtsvertrag für ein Schulhaus in der Allmend erteilt haben (siehe Kasten), sind die Horgner Behörden nochmals über die Bücher. An der Ausgangslage hat sich insofern nichts geändert, als zusätzlicher Schulraum dringend nötig ist. Im vergangenen Jahr haben die Verantwortlichen 16 mögliche Standorte in der Gemeinde evaluiert. Zu den vier am besten geeigneten Standorten hat die Zürcher Ingenieurfirma Basler und Hofmann eine Studie verfasst. Gestern haben Gemeindepräsident Theo Leuthold (SVP), Liegenschaftenvorsteherin Denise Vielmi (CVP) und Schulpräsidentin Elisabeth Oberholzer (FDP) das Resultat dieser Studie präsentiert: Der Standort Allmend ist am besten geeignet für das neue Schulhaus. Das heisst aber nicht, dass alles beim Alten bleibt. Die Gemeinde will das Primarschulhaus und eine Dreifachturnhalle auf gemeindeeigenem Land realisieren. Beim Projekt, das vor einem Jahr scheiterte, war Land der Allmend-Korporation Horgen (AKH) als Standort vorgesehen. Sportplatz verschieben Für die neue Variante muss der bestehende Sportplatz, der sich auf dem Gemeindeland befindet, weichen. Er soll gleich nebenan auf einem Landstück der AKH neu erstellt werden. Mit der AKH will die Gemeinde einen Pachtvertrag über 25 Jahre abschliessen. Erste Gespräche verliefen laut Gemeindepräsident Leuthold «ermutigend». Der Standort Allmend hat sich gegenüber den anderen Örtlichkeiten durchgesetzt. Das Ingenieurbüro hat in seiner Studie pädagogische und planerische Aspekte berücksichtigt sowie Kosten, Risiken und Chancen. Mitentscheidend war, dass die Allmend als einziger Standort für ein Primarschulhaus infrage kommt. Nur dort ist genügend Platz vorhanden. Die anderen Örtlichkeiten liegen für Primarschüler zu stark an der Peripherie. Mit dem Standort Allmend erhofft sich die Schulpräsidentin Entlastung für die Schuleinheiten Bergli, Rotweg und Waldegg. In die engere Auswahl kamen die Standorte Mühletalweg, Schulhaus Tannenbach und das Schweiter-Areal. An diese Orte hätte man – so die Idee – jeweils einen Teil der Oberstufe aus dem Schulhaus Rainweg ausgelagert. Im Rainweg wäre dadurch wiederum Raum für Primarschüler geschaffen worden. Diese Variante genoss bei der Schulpflege zweite Priorität. Sie hätte grössere Umbauten am Schulhaus Rainweg bedingt. Die Standorte Mühletalweg und Tannenbach fielen ausser Rang und Traktanden, weil sie zu wenig Platz bieten. Am Mühletalweg liesse sich höchstens eine Einfachturnhalle realisieren. Im Tannenbach wäre eine Doppelturnhalle möglich. Allerdings ginge dies auf Kosten des Quartierspielplatzes. Das Schweiter-Areal wiederum gehört der Grossbank CS und wäre wohl zu teuer. Der Zeitplan sieht nun vor, dass die Gemeindeversammlung im Juni 2011 über den Projektierungskredit befindet. Im September 2011 soll das Land in die Zone für öffentliche Bauten umgezont werden. Es folgt ein Architekturwettbewerb und im dritten Quartal 2013 kommt der Projektkredit an die Urne. Geschätzte Kosten: 20 Millionen Franken.

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