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Norovirus ist in einem Wädenswiler Altersheim ausgebrochen

28 Bewohner und 2 Angestellte des Altersheims Frohmatt sind bisher erkrankt. Der Kontakt unter Bewohnern und Personal ist stark eingeschränkt.

Von Daniela Haag Wädenswil – 28 von aktuell 93 Bewohnerinnen und Bewohnern das Alters- und Pflegeheims Frohmatt in Wädenswil sind am Norovirus erkrankt – Stand gestern Abend. Dies sagt Cristian Rentsch, der Geschäftsführer der Frohmatt. Das Altersheim wird zurzeit umgebaut und erneuert und kann danach 125 Personen aufnehmen. Auch bei zwei Mitarbeitenden ist das Norovirus ausgebrochen. Die Leitung des Altersheims hat letzte Woche die Ursache der Magen-Darm-Beschwerden untersuchen lassen, nachdem Bewohnerinnen und Bewohner erkrankt waren. Am Freitag erhielt die Frohmatt die Bestätigung, dass Norovirus die Ursache sei. Zuerst seien nur Personen, die im Haus 2 wohnen, betroffen gewesen, sagt Rentsch. Gestern griff das Virus auch auf das Haus 1 über. «Jetzt ist die ganze Frohmatt betroffen», sagt der Geschäftsführer Rentsch. Die Frohmatt bekämpft das Norovirus mit den in diesem Fall üblichen einschneidenden Massnahmen. So steht die Frohmatt praktisch unter Quarantäne: Die Bewohnerinnen und Bewohner dürfen keine Besuche empfangen. «Wir stehen in Kontakt mit den Angehörigen und halten sie auf dem Laufenden», sagt Rentsch. Die Cafeteria Frohmi, die sonst der Öffentlichkeit zugänglich ist, wurde gemäss einer Medienmitteilung der Stadt Wädenswil «bis auf weiteres geschlossen». Die Frohmatt ergriff auch Hygienemassnahmen, um die Krankheit zu bekämpfen. So wird ein spezielles Desinfektionsmittel verwendet, die Wäsche täglich gewechselt und Mundschutz getragen. Der Kontakt unter den Mitarbeitenden und den Bewohnern ist ebenfalls aufs Notwendigste eingeschränkt. Wieso das Norovirus in der Frohmatt ausgebrochen sei, lasse sich nicht rekonstruieren, sagt Rentsch. Es habe in der Frohmatt schon vor zwei Jahren grassiert. Rentsch: «Letztes Jahr wurden wir zum Glück verschont.» Nachbarn treffen Vorkehrungen Wenige Schritte von der Frohmatt entfernt liegt das private Wohnzentrum Fuhr, wo Alterswohnungen vermietet werden. Dort leben derzeit 70 Bewohnerinnen und Bewohner. «Wir haben noch keine Fälle», sagt Zentrumsleiter Peter Brändli, «wir haben jetzt aber Vorkehrungen gegen das Norovirus getroffen.» Mit hygienischen Massnahmen wolle man den Ausbruch der Krankheit verhindern. Zurzeit sei keine weitere Institution im Bezirk Horgen vom Norovirus betroffen, bestätigt Daniel Winter, Kommunikationsbeauftragter der kantonalen Gesundheitsdirektion. Erkrankungen durch das Norovirus sind meldepflichtig. Das Norovirus führt zu plötzlichem Erbrechen und massivem Durchfall. Oft leiden die Patienten an Bauch-, Kopf- und Muskelschmerzen. Das Virus wird über Tröpfchen und verunreinigte Gegenstände übertragen. Schon wenige Viren reichen, um die Krankheit auszulösen, die Erreger sind ausserordentlich resistent. Für gesunde Menschen ist das Virus ungefährlich – bei Betagten kann es zu Dehydrierung führen. Die Frohmatt steht unter Quarantäne. Die Bewohnerinnen und Bewohner dürfen keinen Besuch empfangen.

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