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Öffentlich-rechtliche Medien Den Service public neu definieren, TA vom 3. November

Öffentlich-rechtliche Medien Den Service public neu definieren, TA vom 3. November Konkurrenz richtet Schaden an. Es ist nicht zu fassen: In beharrlicher Regelmässigkeit erklingt das Hohelied des Privatfernsehens, obschon jeder einigermassen kritische Zeitgenosse feststellen kann, welch irreparable Schäden die kommerziellen Sender seit gut 20 Jahren angerichtet haben mit ihrem Credo: Im Seichten kann man nicht ertrinken. Eines ist ganz gewiss: Das Kommerzfernsehen hat die öffentlich-rechtlichen Sender ganz gehörig verunsichert, mit dem Ergebnis, dass diese sich der Konkurrenz gehorsamst anzugleichen bereit waren. Der italienische Schriftsteller und Germanist Claudio Magris im «Tages-Anzeiger»: «Seit Jahren nimmt die TV-Qualität laufend ab. Um schöne Schuhe zu produzieren, ist die Marktwirtschaft sicherlich das beste System. Beim Fernsehen scheint es mir umgekehrt zu sein: Konkurrenz richtet Schaden an. Sie nivelliert nach unten, und die fördert die ‹Gelatinierung› der Debatte. Wir hätten diesen Prozess früher erkennen und entschiedener bekämpfen sollen.» Selbst Umberto Eco, der einmal für das (italienische) TV tätig war, sagt am 25. Oktober im gleichen Blatt: «Damals konnte der einfache Bürger den Reichtum der Kultur entdecken. Heute ist Fernsehen nur noch Trash, Brüste und Ärsche.» Armin Brunner, Zollikon «Es ist nicht zu fassen: Regelmässig erklingt das Hohelied des Privatfernsehens.»

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