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Öfter in die Klinik, aber weniger lang

Zürich – Die Gesundheitsdirektion rechnet damit, dass die Zahl der Menschen, die in eine psychiatrische Klinik eintreten müssen, in den nächsten zehn Jahren um 12 Prozent steigt. Als Gründe nennt sie das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Alterung der Gesellschaft. Zudem sagen Experten voraus, dass in einigen Krankheitsfeldern mehr Patientinnen und Patienten eine stationäre Behandlung brauchen würden. Dennoch erwartet die Gesundheitsdirektion (GD), dass die Zahl der Pflegetage um 5 Prozent abnimmt, weil die Kranken weniger lang in der Klinik bleiben. Gemäss dem gestern veröffentlichten Versorgungsbericht wird die Aufenthaltsdauer um 15 Prozent zurückgehen. Besonders ausgeprägt ist der Trend zur ambulanten Behandlung bei Schizophrenie und neurotischen Störungen. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie dagegen wird eine Zunahme der Pflegetage prognostiziert. Ebenfalls wachsen wird der Bedarf an Plätzen für psychisch kranke Straftäter. Wegen Änderungen im Strafgesetzbuch «dürfte ein Ausbau der bestehenden Kapazitäten der forensischen Psychiatrie unumgänglich sein», schreibt die GD. Therapierbare Täter werden nicht mehr verwahrt, sondern behandelt.Basierend auf dem Versorgungsbericht, wird die GD bis Ende August die Zürcher Spitalliste Psychiatrie erstellen. 21 Kliniken haben sich um eine Aufnahme beworben, 5 davon befinden sich nicht auf der aktuellen Liste. Auch die Klinik Hohenegg in Meilen will wieder grundversicherte Patienten behandeln dürfen. Seit 2006 ist sie eine reine Privatklinik, weil die frühere Gesundheitsdirektorin Verena Diener (GLP) ihr den Leistungsauftrag entzogen hat. (an)

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