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Palästina Trotz Widerstand von USA und Israel: Unesco-Mitglied, TA vom 1./2. 11.

Palästina Trotz Widerstand von USA und Israel: Unesco-Mitglied, TA vom 1./2. 11. Unglaubwürdig. Am Anfang seiner Analyse «Paris, Palästina» zitiert Jean-Martin Büttner sehr zutreffend aus der Präambel zur Verfassung, die sich die Unesco bei ihrer Gründung 1945 gab: «Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.» Dazu: Palästina besteht aus zwei Territorien, der sogenannten Westbank und dem Gazastreifen. Aus dem Gaza werden jeden Tag Raketen auf Israel abgeschossen, auch am letzten Wochenende wieder kamen Menschen um &endash nicht weil Israel ihnen etwas zuleid getan hatte, sondern weil Israel einfach vernichtet werden soll. Israel hat dem Gazastreifen aus eigenem Willen die Freiheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit gegeben, als ersten Schritt zu einem politischen Staat, ohne Bedingungen und ohne Druck von andern. Worauf die Politiker des Gazas beschlossen, Israel aus ideologischen Gründen zu attackieren, was dann natürlich zu Gegenschlägen führte. Wenn Palästina nur aus der Westbank bestehen würde, dann wäre alles anders. Aber wir haben eine Situation, wie wenn die Schweiz Mitglied der UNO werden möchte, aber der Kanton Jura laufend das UNO-Mitglied Frankreich beschösse. Jean-Martin Büttner schreibt in seinem Artikel: «Wer sich für einen Frieden zuständig erklärt, den er gleichzeitig hintertreibt, macht sich unglaubwürdig.» Stimmt! Und trifft für Palästina als Ganzes zu. Georges Teitler, Zollikon Wirtschaftliche Interessen. Die USA stimmten Nein, ebenso wie Israel, unter dem Vorwand, dass Verhandlungen und nicht eine Abstimmung dieses Resultat bringen sollten. Diese Verhandlungen werden jedoch von den USA nur halbherzig unterstützt und von Israel systematisch sabotiert. Dass Deutschland sich nicht zu einem Ja durchringen konnte, liegt an dem scheinbar unüberwindlichen Schuldkomplex, von dem sich zu lösen es allmählich Zeit wäre. Und die Schweiz? Sie blieb wie so oft auf der Mauer sitzen, auf welche wir uns vor langer Zeit begeben haben, unschlüssig, auf welche Seite wir herabsteigen sollen. Entweder wird als Entschuldigung die Neutralität bemüht, oder sonst ein fadenscheiniger Vorwand gebraucht, um nicht von der Mauer steigen zu müssen. Oder sitzen wir im gleichen Boot wie die Deutschen und schämen uns immer noch, dass wir unsern jüdischen Mitbürgern seinerzeit ihre Rasse in den Pass gestempelt haben? Wahrscheinlich nicht, eher sind undurchsichtige wirtschaftliche Interessen im Spiel. Hans Peter Weber, Fahrwangen

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