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Peter Arbenz, ein Mann für heikle FällePeter Arbenz, der Mann für heikle Fälle

Der Leiter des runden Tisches im Zürcher Polizeistreik Der 73-jährige Winterthurer Peter Arbenz wird den runden Tisch leiten, an dem der Konflikt in und mit der Stadtpolizei gelöst werden soll. Arbenz ist selbstständiger Berater für Strategieentwicklung und Unternehmensführung. In dieser Funktion war er schon einmal für die Stadt Zürich tätig: 2008 untersuchte er im Auftrag des Sozialdepartements fast 500 Dossiers aus der Sozialhilfe. Anlass dafür waren die damaligen Mitarbeiterinnen Esther Wyler und Margrit Zopfi, die über «Die Weltwoche» von 80 Prozent Fehlern in diesen Dossiers gesprochen hatten. Peter Arbenz und Peter Hablützel, der ehemalige Direktor des Eidgenössischen Personalamts, kamen aber zum Schluss, dass die massiven Vorwürfe haltlos waren und die Fehlerquote bei 2,6 Prozent liege. Für den Stadtrat war der Bericht eine grosse Erleichterung; die Kritiker jedoch hielten Arbenz vor, nicht unabhängig zu sein, sass er doch mit der verantwortlichen Stadträtin Monika Stocker in der Asylorganisation Zürich. Arbenz sass und sitzt in vielen Organisationen und Gremien. Der FDP-Politiker war ab 1977 neun Jahre lang Winterthurer Stadtrat, verantwortlich fürs Bauen. Dann berief ihn Bundesrätin Elisabeth Kopp zum Direktor des Bundesamts für Flüchtlinge, wo er von der Flüchtlingswelle aus dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien gefordert war. 1993 trat er zurück und machte sich als Berater selbstständig. Er verfasste einen Bericht über die Schweizer Migrationspolitik, leitete die Sanierung der Eidgenössischen Versicherungskasse, inspizierte für die UNO die Blauhelme im ehemaligen Jugoslawien und organisierte 1996 die Wahlen in Bosnien. Er präsidiert die Entwicklungsorganisation Helvetas und ist Preisträger der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus.Die Arbeit am runden Tisch in Zürich will er so rasch wie möglich aufnehmen, spätestens nach Ostern, sagte er auf Radio 1. Die Situation in der Stadtpolizei sei unhaltbar und müsse deshalb rasch beseitigt werden. Das sei auch möglich, denn es handle sich bei den Beteiligten um vernünftige Leute. Seine Rolle sieht er eher als Moderator, weniger als Mediator. Zu seinem Vorgehen wollte er nichts sagen. Zu Beginn der Sommerferien sollen die Resultate vorliegen. (jr) Peter Arbenz.

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