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Posträuber kann ruhig schlafen

Ein Jahr nach dem Überfall auf die Kirchberger Post fehlt vom Täter jede Spur. Die Polizei hat die Suche nach dem Mann, der das Schalterpersonal mit einer Waffe und einer Bombendrohung erschreckte, vorläufig eingestellt.

Es geschah am helllichten Tag: Am 29.Juli 2008 betrat ein schwarzmaskierter Mann um 11.15 Uhr mit zwei Taschen in den Händen die Poststelle Kirchberg, zückte eine Waffe, verlangte in gebrochenem Deutsch Geld und drohte, das Gebäude in die Luft zu sprengen, falls das Personal nicht spure.Als Minuten später 15 Polizisten und ein Dutzend Feuerwehrleute aus Kirchberg am Tatort eintrafen, war der Spuk schon wieder vorbei und der Unbekannte samt «ein paar tausend Franken», wie die Kantonspolizei Bern mitteilte, über alle Berge verschwunden. Die Taschen liess er zurück. Spezialisten des Dezernats Brände und Sprengstoff der Kapo fanden heraus, dass der Posträuber geblufft hatte: In den Taschen befanden sich keine gefährlichen Stoffe.Nur «heisse Luft»«Kurz nach dem Überfall gingen bei uns zahlreiche Hinweise ein», sagt Stefan von Below, der Sprecher der Kantonspolizei Bern. All die Tipps hätten sich jedoch als «heisse Luft» entpuppt. Vom Posträuber fehle noch immer «jede Spur». Der Mann sei zwar national zur Fahndung ausgeschrieben worden. Nachdem die Ermittlungen nichts gebracht hätten und keine weiteren Hinweise auf seinen Aufenthaltsort eingegangen seien, habe man die Suche nach ihm «vorläufig eingestellt», sagt von Below.Nicht schubladisiertSolange niemand seinen Aufenthaltsort verrät, kann der Posträuber also ruhig schlafen. Allzu sehr sollte er sich aber nicht in Sicherheit wiegen. Denn schubladisiert sei der Fall nicht, schränkt von Below ein: «Falls es neue Anhaltspunkte geben sollte, nehmen wir die Ermittlungen wieder auf.»Die drei Personen, die zur Tatzeit in der Post gearbeitet hatten, wurden vorübergehend vom Dienst suspendiert. Mitarbeitende des postinternen Sozialdienstes boten ihnen ihre Hilfe an. Ein Jahr später herrsche auf der Poststelle Kirchberg «Courant normal», sagte gestern Oliver Flüeler von der Post-Medienstelle. Personelle Änderungen habe es nach dem Überfall – von den sowieso wechselnden Lehrlingen abgesehen – keine gegeben. Johannes Hofstetter>

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