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Pubertäres Muskelspiel

Fluglärmstreit Politiker wollen die Deutschen unter Druck setzen, TA vom 3. 11. Überflugsrechte einkaufen. Endlich, endlich kommt Bewegung in die seit Jahren festgefahrene Situation betreffend die Überflugsrechte von Schweizer Verkehrsflugzeugen über süddeutsches Gebiet! Bundesrat Ueli Maurer und seinen Sicherheitspolitikern sei Dank. Die Nationalräte Peter Malama (FDP) und Thomas Hurter (SVP) erwarten &endashfalls sich der Bundesrat für den Eurofighter entscheidet &endash, von den Deutschen ein Entgegenkommen beim Anflugregime für den Flughafen Zürich. Sollte ihre Strategie aufgehen, müsste eigentlich durch zusätzliche Einkäufe in unserem Nachbarland weit mehr herauszuholen sein. Zum Beispiel: Kauf von in Deutschland produzierter Unterwäsche für unsere bald 100 000 Soldaten (ergibt schätzungsweise 1000 Überflugsrechte), Aufkauf der deutschen Streumunitionsbestände (zirka 2500 Überflugsrechte), Übungserlaubnis für deutsche Kampfjets über unserem Mittelland und Tief- und Angriffsflüge in unseren Alpentälern (geschätzte 1500 Überflugsrechte). Mit weiteren möglichen Angeboten aus anderen Branchen liesse sich möglicherweise längerfristig auch noch erreichen, dass wieder sämtliche Anflüge über deutsches Gebiet stattfinden könnten. Urs Bosshardt, Volketswil Neuer Skandal. Braucht die Schweiz neue Kampfjets oder nicht? Wenn ja, dann sollte sie sich, bei ähnlichem Stückpreis, den Flugzeugtyp anschaffen, der technisch am besten und am leistungsfähigsten ist. Sich für die technisch zweite Wahl zu entscheiden, wäre doppelt fraglich. Und hätte erst noch das Potenzial für einen neuen Skandal. Pierre Schoendorff, Brütten Politik ist kein Spiel. Das die 22 neuen Kampfjets unnötig sind, beweist die Politik wieder mal selbst. Anstatt mit der Sicherheit unseres Landes zu argumentieren, wollen die Politiker 6 Milliarden Franken ausgeben, um ein jugendliches Kräftemessen mit Deutschland zu veranstalten. Für mich ist Politik kein Spiel, schon gar nicht wenn dieses auf den Schultern unseres Gesundheitswesen, unseres Verkehrswesens, unseres Bildungswesens und auf Kosten der Entwicklungshilfe gespielt wird. Stefan Dietiker, St. Gallen Horrende wiederkehrende Kosten. Dank günstigem Eurokurs sinken die Preise von Eurofighter (EADS), Rafale (Dassault) und Gripen (Saab). Das Lobbieren der Waffenverkäufer läuft auf Hochtouren. Drei Milliarden Franken gelten jetzt als Schnäppchenpreis. Über die horrenden wiederkehrenden Kosten der Kampfjets spricht niemand. Hoffen wir, dass das neue Parlament die Lage nüchtern beurteilt und unsere knappen Mittel nachhaltig für eine prosperierende Zunft ohne ausufernde Militärausgaben einsetzt! Martin A. Liechti, Maur

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