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Radbegeisterung Ein Hoch aufs Veloland Schweiz, TA vom 11. Juni

Radbegeisterung Ein Hoch aufs Veloland Schweiz, TA vom 11. Juni Begeisterung vom Doping gedämpft. Treffender hätte Martin Born in seinem Bericht die Vorzüge des Velolandes Schweiz in der Tat nicht beschreiben können. Vollauf recht gebe ich ihm auch, dass wir uns im Vergleich zu anderen Ländern als Hobbyfahrer in der Schweiz in einem Schlaraffenland befinden. Die Schlussfolgerung, dass wir aufgrund dieser Tatsache eine Velonation sein müssten und mehr als nur einen Cancellara haben sollten, löst dann aber bei mir Kopfschütteln aus – auch deshalb, weil diese Aussage von jemandem kommt, der seit Jahrzehnten ein profunder Kenner der Szene ist. Seit Jahren wird der Radsport durch Dopingskandale erschüttert. Die Schweizer «Helden» der Landstrasse, welchen die Radsportfans Ende der Neunzigerjahre zugejubelt haben, wurden mehrheitlich des Dopings überführt – Zülle, Dufaux, Camenzind, Meier, Järmann lassen grüssen. Stolz waren wir auch auf das Schweizer Phonak-Team, das mit Floyd Landis einen Tour-de-France-Sieger hatte, der später ebenfalls des Dopings überführt wurde. Viele Radsportfans haben sich deshalb vom Rennsport abgewendet. Dass unter solchen Umständen Eltern ihren Kindern eher einen anderen Sport empfehlen, ist mehr als verständlich. Dadurch geht viel an Breite verloren und nur noch Ausnahmetalente wie Fabian Cancellara finden den Weg an die Spitze. Wenn wir nicht «nur» ein Veloland, sondern auch eine Velonation sein wollen, dann muss der Rennsport zuerst Vertrauen bei den Fans schaffen und frei von Dopingskandalen bleiben. Und vergessen wir nicht: Im Mountainbiking ist die Schweiz eine Velonation – mit vielen Aushängeschildern und erfolgreichen Athleten. Beat Cane, Hirzel

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