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Rechberggarten vor dem Umbau

Der Garten des Palais Rechberg unterhalb der Universität kann jetzt umgebaut werden, wie es die kantonale Baudirektion seit über zehn Jahren plant.Die Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur (SGGK), die das verhindern will, ist am Bundesgericht unterlegen, das heisst, das Gericht trat auf die Beschwerde gar nicht ein, da sie zu spät eingereicht worden war. Das bestritt die SGGK nicht, machte aber besondere Umstände geltend. An der Generalversammlung im letzten April wurde der ganze Vorstand der SGGK überraschend abgewählt. Das focht die abgesetzte Präsidentin Eeva Ruoff am Bezirksgericht Horgen an – mit Erfolg: Der Einzelrichter hob Mitte Mai die Beschlüsse der Generalversammlung auf. Erst ab diesem Datum sei der Vorstand wieder handlungsfähig gewesen und habe die Beschwerde sofort eingereicht und damit die Frist von 30 Tagen eingehalten, schrieb die SGGK. Das sehen die Bundesrichter aber anders: Interne Vereinsstreitigkeiten seien kein Grund, nicht fristgerecht zu handeln. Der abgewählte Vorstand hätte die Beschwerde «im Sinn einer Geschäftsführung ohne Auftrag» einreichen müssen. Damit gilt der Entscheid des Verwaltungsgerichts von Anfang Jahr, der die Baubewilligung für den Rechberggarten geschützt hat. Geplant sind unter anderem drei Reihen Obstbäume auf der obersten Terrasse und ein Zaun. Für die SGGK sind das massive Eingriffe in das Schutzobjekt, für die Baudirektion zeitgemässe Anpassungen. Nach heutigen Plänen soll der Garten in Koordination mit der Instandsetzung des Palais umgebaut werden. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Sommer 2011 und dauern bis Ende 2012.(jr)

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