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Sammeln schadet nicht

Man glaubte in den Siebzigerjahren, festzustellen, dass die Zahl der Pilze zurückgehe, weil diese immer kleiner gepflückt wurden und ihre Sporen nicht ausschütten konnten. Gleichzeitig gab der Bund 1975 der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft den Auftrag, die Sache gründlich abzuklären. Und nach 30 Jahren das erstaunliche Resultat: Ein Pilz ist, ähnlich wie ein Obstbaum, ein verzweigtes Gebilde. Dabei bildet das sogenannte Myzel im Boden den eigentlichen Baum, die sichtbaren Pilze hingegen die Frucht. Das Sammeln der Pilze schade dem Myzel ebenso wenig wie das Pflücken von Äpfeln dem Baum, so die Fachleute. Voraussetzung ist, dass der Pilz ausgedreht oder abgeschnitten wird. Die Forscher fanden keinen Hinweis, dass auch durch wöchentliches, vollständiges Sammeln die Pilzbestände zurückgegangen wären, es flögen von aussen noch genügend Sporen auf die untersuchten Flächen. Die Sammelmengen sind kantonal geregelt. Vorläufig gilt im Kanton Bern noch immer: vom ersten bis siebten Tag des Monats besteht Sammelverbot; an den anderen Tagen dürfen pro Person höchstens zwei Kilo Pilze gesammelt werden.ukz >

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