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Schulhaus Niederuster: Petition für weitere Tempo-30-Zone

Die Sonnenbergstrasse in Uster ist für Kinder zu wenig sicher. Der Elternrat will nun eine temporäre Tempo-30-Zone wie an der Seestrasse einrichten.

Von Nicole Roos Uster – Über 150 Unterschriften für die Petition hat Katharina Müller in der vergangenen Woche bereits gesammelt. Sie ist seit 6 Jahren Mitglied des Elternrats des Schulhauses Niederuster und setzt sich für Schulwegsicherheit ein. «Wir möchten, dass an der Sonnenbergstrasse während der Schulwegzeiten vorübergehend Tempo 30 mit einer Blinkanlage signalisiert wird», erklärt Müller den Sinn der Petition. Rund 120 Kinder überqueren die stark befahrene Sonnenbergstrasse viermal pro Tag. Durch die Reduktion der Geschwindigkeit des Verkehr könnten sie diese sicherer überqueren. Unterstützt wird die Unterschriftensammlung auch vom Quartierverein Niederuster. Unübersichtlicher Übergang Kritisch sind laut Müller vor allem der Fussgängerstreifen beim Mühleweg oberhalb der alten Mühle und der Fussgängerstreifen beim Chileweg, der nach der Aabach-Brücke die Sonnenbergstrasse quert. «Viele Autofahrer sind beim Doppelkreisel abgelenkt, geben danach wieder Gas und bemerken den Fussgängerstreifen vor der Brücke zu spät», hat Müller bei zahlreichen Beobachtungen festgestellt. Zudem ist die Stelle unübersichtlich, weil das Gebäude der alten Mühle die Sicht erschwert und die Autos und Lastwagen, die den Sonnenberg hinunterfahren, erst sehr spät sichtbar werden. Für Kindergärtler und Unterstufenschüler sei es darum schwierig, die Strasse zu überqueren. Unfälle hätten sich zum Glück aber noch keine ereignet. «Ich habe aber beobachtet, dass einige Autofahrer wegen Schülern vor beiden Fussgängerstreifen schon sehr stark bremsen mussten», erzählt Müller. Gute Erfahrung mit Blinklicht Bereits im Jahr 2002 installierte die Stadt Uster auf Initiative des Elternrates an der Seestrasse vor dem Schulhaus Niederuster eine Blinkanlage, die während der Schulwegzeit vorübergehend Tempo 30 signalisiert. Blinkende Tafeln weisen darauf hin, dass während dieser Zeit die Geschwindigkeit reduziert werden muss. Laut einer Umfrage des Elternrates fühlen sich die Kinder bei Tempo 30 sicherer, wenn sie die Strasse überqueren. Die Stadtpolizei Uster hatte auf der Seestrasse beim Schulhaus Niederuster zudem seit Bestehen der Blinkanlage verschiedene Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Diese zeigten, dass die temporäre Beschränkung der Geschwindigkeit von den Autofahrern gut akzeptiert wurde. Daniel Stein, Kommandant der Stadtpolizei Uster sagt, dass die Stadtpolizei die Petition prüfe und dann bei der Kantonspolizei ein Gesuch stellen werde. Er weiss aber aus der Praxis, dass die Kantonspolizei bei solchen Gesuchen zur Recht strenge Richtlinien anwende und sie darum nur zurückhaltend bewillige. Die Unterschriftensammlung des Elternrats Niederuster läuft noch bis zum 8. Oktober.

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