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Schutzwände sind für einen Anwohner zu hoch

Wände sollten die Bewohner des Waidli-Quartiers vor Autolärm schützen. Wolfgang Heimann ärgert sich über das Bauvorhaben.

Von Gaby Schneider Horgen – Wolfgang Heimann, der im Waidli-Quartier lebt, hält die Lärmschutzwände an der Kreuzung, über die der Verkehr von und zur Autobahn A 3 fliesst, für viel zu hoch. «Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dem Projekt Waidli-Kreisel niemals zugestimmt», sagt er. Die Abstimmungsunterlagen hätten keine Höhenangaben zu den Wänden enthalten, kritisiert er. Ausserdem hätten die Anwohner 60 Jahre lang mit dem Lärm leben können. Die Lärmschutzwände sind Teil des Bauprojekts an der Kreuzung Waidlistrasse/Zugerstrasse: Mit einem Kreisel, der einen Durchmesser von 28 Metern haben wird, soll der Verkehr sicherer werden. Für die Sanierung hat der Regierungsrat 5,91 Millionen Franken bewilligt. Die Gemeinde Horgen beteiligt sich mit 780 000 Franken. Auch begrünte Wände Die Höhe der Lärmschutzwände ist nicht überall gleich. Auf der Strassenseite sind sie zwischen zwei und vier Meter hoch. Auf der Fussgängerseite dagegen sind sie niedriger, denn dort wurde das Terrain für das Trottoir etwas angehoben. Die Betonwände enden nicht beim Kreisel, sondern werden oberhalb des Waidli-Platzes an der Zugerstrasse weitergeführt. In diesem Bereich betrage die Höhe zwischen 1,44 und 3,7 Meter, sagt Enrico Schmid, Projektleiter des Tiefbauamts. Zu den Vorwürfen, das Stimmvolk habe über die Höhe nicht Bescheid gewusst, sagt er, das Projekt sei gemäss Strassengesetz öffentlich aufgelegt worden. In den Plänen sei alles genau ersichtlich gewesen. Schmid sagt, dass sich der Kontakt mit den Anwohnern sehr positiv gestaltet habe, als der Kanton mit ihnen über Landabtretungen verhandelt habe. Aus dem Waidli-Quartier sind auch Stimmen zu hören, die Fragen, warum so massive Betonwände gebaut würden. Bei der Fachstelle Lärmschutz des kantonalen Tiefbauamts heisst es, Betonwände würden in der Regel eine längere Lebensdauer aufweisen und hätten eine höhere Stabilität als beispielsweise die Steinkorbwände. Die Lärmschutzwand sei zudem nur eine von mehreren möglichen Massnahmen, die zur Reduktion der Lärmbelastung getroffen werden könnten. Weitere lärmreduzierende Massnahmen wären Temporeduktionen oder Schallschutzfenster. Noch dauert es einige Monate, bis der Kreisel fertiggestellt ist. Projektleiter Schmid hofft, dass der Verkehr bereits kurz vor Weihnachten via neuen Kreisel fliessen kann. Der Lärmschutz in Horgen zeigt sich «betonstark». Foto: Silvia Luckner

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