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Sommerzeit Der Grund vielen Übels, TA vom 8. 10.

Sommerzeit Der Grund vielen Übels, TA vom 8. 10. Zeitumstellung beginnt im Kopf. Wie herrlich ist es doch in den wenigen Sommermonaten, die verlängerten Abende bei Tageslicht auszukosten. Nun möchte SVP-Nationalrätin Yvette Estermann genau diese mit einer Motion wieder abschaffen. Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit führe dazu, dass «ein überwiegender Teil der Bevölkerung monatelang unter chronischem Schlafmangel» leide, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko bestehe und Jugendliche zu Schulversagern würden, behauptet sie. Die Akzeptanz der Sommerzeit fängt bei uns im Kopf an. Wenn wir uns nach 29 Jahren daran immer noch stören, so liegt dies nicht mehr an der Zeitverschiebung, sondern an uns, indem wir uns freudig im Frühling und im Herbst wieder über etwas ärgern oder wollen. Hat da nicht wieder ein/e Politiker/in krampfhaft etwas gesucht, um sich in der Öffentlichkeit bemerkbar zu machen? Stehen nicht wichtigere Dinge zur Abschaffung oder Änderung an? Isabelle Lang, Zumikon Fehlender Schlaf, kürzere Träume. Wenn mir Redaktor Jean-Martin Büttner erklären kann, wie er «am Morgen länger träumen und am Abend länger tagträumen» kann, während mir bei der Umstellung auf Sommerzeit eine Stunde Schlaf geraubt wird, und es mir erst bei der nächsten Umstellung wieder möglich ist, länger zu träumen, werde ich vielleicht auch ein Freund der Sommerzeit. Andres Bolliger, Zürich

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