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SP-Texte nur noch gegen Bares

Verleger Theophil Maag druckt im «Stadt-Anzeiger» von Opfikon keine Beiträge der SP mehr ab. Die Stadt prüft, ob dies zulässig ist.

Von Sandra Zrinski Opfikon – Theophil Maag bestätigt eine Mitteilung der SP, wonach er die Partei im «Stadt-Anzeiger» von Opfikon nicht mehr berücksichtigen will. Bisher habe er alles abgedruckt, was die SP geschickt habe, sagt er. Diese behaupte das Gegenteil, deshalb schiebe er einen Riegel vor. Wenn die Partei in seiner Zeitung erscheinen wolle, müsse sie zahlen oder sich öffentlich entschuldigen. Am 15. Mai stimmt Opfikon über den Anzeiger ab (TA von gestern). Die SP ergriff das Referendum und will verhindern, dass Walter Frey (SVP) das amtliche Publikationsorgan kaufen kann. Der «Stadt-Anzeiger» erhält jährlich 300 000 Franken von der Stadt. Ueli Boetschi, stellvertretender Verwaltungsdirektor, sagt, in einem Vertrag sei geregelt, was in der Zeitung publiziert werden müsse. Neben Mitteilungen der Stadt seien dies Beiträge von lokalen Vereinen, Parteien und Organisationen. Die Regelung sei allgemein formuliert. «Es ist aber klar, dass die Inhalte ausgewogen sein müssen», sagt Boetschi. «Wir klären ab, ob die Angelegenheit mit der SP haltbar ist.» Stadtpräsident Paul Remund sagt, dass die Sache von einer Anwältin geprüft werde. Amr Abdelaziz, SP-Vorstandsmitglied und Fraktionspräsident, sagt, dass in der Vergangenheit vereinzelte Beiträge der Partei oder Leserbriefe von Parteileuten nicht abgedruckt worden seien. «Es ist mir bewusst, dass eine Zeitung nicht alle Briefe bringen muss.» Dies sei in ihrem Fall aber ohne ersichtlichen Grund geschehen. Die Diskrepanz zwischen Inseraten und Beiträgen vor den Wahlen im letzten Frühling sei bei der SP bedeutend grösser gewesen als bei allen anderen Parteien, sagt Maag. Es habe eine Vereinbarung zwischen ihm und den Parteien gegeben. Sollten die Beiträge über das Inseratevolumen ausgehen, seien sie zu bezahlen. «Aber ich habe nie einen Rappen verlangt.» Abdelaziz sagt, dass die Partei einen entsprechenden Brief erhalten habe. Von einer Vereinbarung könne aber keine Rede sein.

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