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Stadt sucht Hymne

Kloten möchte mit einem eigenen Loblied die Identifikation der Bevölkerung stärken. Gesucht werden nun Komponisten und Texter, die Lust haben, ein stimmiges Stück zu schreiben.

Von Doro Baumgartner Kloten – «Die Klotener Hymne soll ein Ohrwurm werden», sagt Heinrich Baumgartner. Der Leiter der Musikschule Kloten ist sich bewusst, dass es kein leichtes Unterfangen wird, für die Flughafenstadt eine Hymne zu komponieren. Mehrere Strophen hat der Musikschulleiter als Gedankenanstoss schon einmal gedichtet. So heisst es zum Beispiel: Än Ort läbt vo sinä Lüüt und was er inä bedüütet. Chlootä isch i de ganze Wält bekannt, aber isch es das au dihei? Mit einer eigenen Hymne wolle man versuchen, das «Wir-Gefühl» in Kloten zu stärken, sagt Heinrich Baumgartner. Seine Strophen seien nicht in Stein gemeisselt. Gesucht wird deshalb nicht nur ein Komponist, sondern auch jemand, der die richtigen Worte über Kloten in Gedichtform zu Papier bringen kann. Am Wettbewerb beteiligen können sich alle, die Lust am Schreiben und Komponieren haben, «auch Auswärtige», sagt Baumgartner. Ob Pop oder Marschmusik, dem Musikstil sind keine Grenzen gesetzt, ausser: «Ein Sprechgesang sollte es nicht sein», sagt der Musikschulleiter. Und es dürfe auch keine bekannte Melodie verwendet werden. «Ich bin überzeugt, dass ich viele interessante Lieder und Texte bekommen werde.» Den Stolz hervorrufen Die Idee einer eigenen Hymne wurde Anfang Jahr im Rahmen der Klotener Zukunftskonferenz geboren. Dort hat laut Stadträtin Corinne Thomet ein Grossteil der Besucher den Wunsch nach einer eigenen Hymne geäussert. Die Schulpräsidentin und CVP-Stadträtin trug das Anliegen der Bevölkerung dem Stadtrat vor. Dieser sei von einer Hymne ebenfalls begeistert und unterstütze das Vorhaben, sagt Thomet. «Mit einer eigenen Hymne wollen wir erreichen, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner mit Kloten noch mehr identifizieren können», sagt die Politikerin. Die Leute sollen sagen: «Ich bin stolz darauf, in Kloten zu leben.» Der Lobgesang soll der Bevölkerung vor Augen führen, dass die Stadt nicht nur aus dem Flughafen und dem Fluglärm besteht. Dazu Heinrich Baumgartner: Chlootä isch nöd nur ä Landebahn, Chlootä isch au ä Stadt, Das het nöd vil mit Zahlä z tuä,Das merkt, wer da isch, grad. Thomet kann sich vorstellen, dass die Klotener Hymne in Zukunft an einer 1.-August-Feier gesungen wird oder an einem Stadtfest. «Es soll zum Ritual werden, die Hymne zu singen.» Die Schulpräsidentin ist überzeugt, dass genau dann das Identifikationsgefühl gestärkt werde. Doch bis all diese Hoffnungen in Erfüllung gehen, müssen erst einmal die Kompositionen eingeschickt werden. Danach entscheidet eine Jury, welches die künftige Klotener Hymne sein wird. Einsitz in der vierköpfigen Jury sollen Personen aus der Blasmusik, dem Gesang, der Politik sowie ein Musikspezialist haben. Die Namen sind noch nicht bekannt. Der Musikschulleiter betont, dass kein vollständiges Arrangement eingesandt werden muss. «Mit den Musikvereinen geben wir dem Stück noch den letzten Schliff.» Im Dezember wird der Gewinner des Wettbewerbs erkoren und erhält 500 Franken von der Stadt. Die Bevölkerung hat an der Musik-Expo im Juni 2011 die Gelegenheit, die Klotener Hymne erstmals zu hören und zu singen. Die Musikstücke können auf einem MP3-Player, einer Kassette oder auf einem Notenblatt bis zum 10. November an den Musikschulleiter geschickt werden. Weitere Informationen im Internet unter: www.musiknetz-kloten.ch Kloten soll ein eigenes Lied bekommen. Foto: David Baer (Archiv)

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