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Stäfa soll einen Dorfmarkt erhalten

Der Platz beim Kirchbühl wird nur spärlich genutzt. Der Verein Lokale Agenda 21 will ihn mit einen wöchentlichen Frischmarkt beleben.

Von Regine Imholz Stäfa &endash Angelockt von duftendem Brot, frischem Gemüse und bunten Blumen, belagern die Kunden die ausladenden Stände. Fröhliches Stimmengewirr schallt über den weitläufigen Platz beim Stäfner Kirchbühl. Ein Jongleur in buntem Gewand schlägt mit seinen Kunststücken die Kinder in Bann. Ein Tagtraum? Keineswegs. Geht es nach dem Verein Lokale Agenda 21 (LA21), werden diese Visionen schon im nächsten Frühjahr Wirklichkeit sein: Bis dahin soll Stäfa einen wöchentlichen Frischmarkt erhalten. Geboren wurde diese Idee anlässlich der Zukunftswerkstatt, welche die LA21 im Mai dieses Jahres durchführte. Eine Gruppe Leute stand während einer Pause auf dem Platz des Kirchbühls und unterhielt sich. «Wieso läuft hier nichts?», fragte plötzlich der eine. «Wieso sorgen wir nicht dafür, dass etwas läuft?», entgegnete ein anderer. «Wie wärs mit einem Markt?», schlug ein Dritter vor. Und schon war der Funke gezündet. «Von diesem Moment an sprudelten wir alle über vor lauter Ideen», sagt Jürg Kurtz, Präsident des Vereins LA21. Keine «Filialen» Dass die Idee eines Wochenmarkts beim Kirchbühl keine Utopie bleibt, dafür soll nun eine Projektgruppe von acht bis zwölf Leuten sorgen. «Sechs Begeisterte haben bereits zugesagt», sagt Kurtz. Auch Gemeinde, Kirche und Schule &endash denen das Areal gemeinsam gehört &endash sind angetan von der Idee. Eine Infrastruktur wie Toiletten, Küche und Saal sind im Café Forum vorhanden, und Parkplätze gibt es ebenfalls genügend. «Der Platz ist nicht nur zentral gelegen, sondern auch verkehrsfrei», sagt Kurtz. Trotz tausend Ideen wollen die Initianten mit Bedacht vorgehen. «Wir werden bei professionellen Marktfahrern Rat einholen», sagt der Stäfner. Denn sie sind es, die man auf dem Platz haben will. Es sollen nicht einfach «Filialen» der Läden aus dem Dorf entstehen, wie er betont: «Der Markt soll eine Ergänzung zu den Angeboten aus den Geschäften sein.» Kräuter und Kultur Frisches Gemüse, Obst, Backwaren, Käse, Fisch und Fleisch, Honig, Kräuter und Gewürze &endash alles aus biologischem Anbau &endash soll es dereinst auf dem Kirchbühl zu kaufen geben. Daneben sind Lesungen und Konzerte im Saal des Forums geplant. «Wir suchen auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen», sagt Jürg Kurtz. So könne vielleicht die Pfadi jeweils einen Parcours für die Kinder aufbauen, damit die Eltern in aller Ruhe zwischen den Ständen flanieren könnten. Wochenmärkte gibt es im Bezirk in Meilen, Küsnacht, Zumikon und Zollikon. Auch in Stäfa gab es in der Vergangenheit ähnliche Projekte. Doch die kleinen Märkte auf dem Gemeindehausplatz und vor dem Restaurant Metzg konnten sich nicht lange halten. Auf dem Kirchbühl soll alles anders werden. Sobald die Projektgruppe komplett ist, geht die Planung in die entscheidende Phase. Bereits im nächsten Frühjahr soll der erste Markt auf dem Kirchbühl stattfinden. Zunächst erst mal an drei fixen Daten im Abstand von zwei, drei Wochen. Stellt sich der erwartete Erfolg ein, soll der Markt jeden Samstag stattfinden. Eine Vorstellung, die bei den Passanten Anklang findet: «Wir fänden es schön, wenn der Platz belebt würde», sagen zwei junge Frauen, die mit ihren Kindern über den Platz spazieren. Und der kleine Max verdrückt in Gedanken bereits Marroni, Bauernhof-Glace und Schoggiguetsli. Mitinitiant Jürg Kurtz ist von der Idee des Markts überzeugt. Foto: Regine Imholz

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