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Stäfner Sek-Schüler will in die Formel 1

Felix Hirsiger belegt im Kartsport national und international erste Plätze. Jetzt träumt der 13-jährige Sekundarschüler von einem Aufstieg in die Formel 1.

Von Bettina Zanni Stäfa – Wer in die Fussstapfen von Michael Schumacher treten will, muss früh anfangen. Das weiss auch der Stäfner Felix Hirsiger. Den Fahrausweis kann der 13-jährige Sek-Schüler zwar erst in fünf Jahren machen. Doch bereits seit drei Jahren fährt er fleissig Kart. «Um Formel-1-Fahrer zu werden, sollte man früh damit anfangen», sagt Hirsiger. Seit einem Jahr trainiert er im Bremgartner Karting-Team «Spirit Racing» – um seinem Ziel, Formel-1-Rennfahrer zu werden, ein Stück näherzukommen. Hirsiger hat in seiner jungen Karriere über 30 Rennen gefahren. Einen Grosserfolg konnte er bereits verbuchen: Der Stäfner gewann im Oktober 2010 den Schweizer Meistertitel am Rennen der «Rotax Max Mini Challenge» , in der sich 9- bis 13-jährige Kartfahrer messen. Mit dem «Spirit Racing»-Team siegte er im letzten Jahr unter anderem auch am Grand Prix Schweiz. Seine Begeisterung für den Motorsport entdeckte Hirsiger, als er als Vierjähriger einen Tag auf der Kartbahn in Rümlang verbrachte. Sechs Jahre später stand er bereits an einem professionellen Rennen im elsässischen Biesheim am Start – und fuhr auf den dritten Platz. Hirsiger blickt aber nicht nur auf glückliche Rennen zurück. Letztes Jahr überschlug es ihn bei einem Rennen in Wohlen. «Ein anderer Fahrer hatte mich aus der Kurve gedrückt», sagt Hirsiger, der sich bei seinem Unfall leichte Verletzungen am Arm zuzog. Doch das steckte der Schüler locker weg: Beim nächsten Rennen fuhr er auf den zweiten Platz. Sein Teamchef war sehr stolz auf ihn: «Er sagte mir, dass er noch keinen jungen Fahrer gesehen habe, der sich nach einem psychisch belastenden Crash so schnell erholt habe», meint Hirsiger. Körperliche Hochleistung Obwohl der Stäfner, der unter anderem von einem Uhrenhersteller gesponsert wird, schon einige Siege eingeheimst hat, ist er nicht täglich auf der Rennpiste anzutreffen. Denn als Sek-Schüler hat er auch gar nicht die Zeit dazu, unter der Woche in den Aargau zu fahren. Samstags trainiert Hirsiger aber so oft wie möglich auf der Rennstrecke in Wohlen. «Ansonsten gehe ich dreimal pro Woche ins Krafttraining.» Schliesslich muss ein Kartfahrer auch einiges an Muskelkraft leisten: «In einer 50-Grad-Kurve lastet ein enorm grosser Druck auf dem Körper», sagt Hirsiger. Zudem müsse auch der Hals trainiert sein, damit er unter dem Gewicht des Helms nicht leide. Seine Ferien verbringt Hirsiger häufig auf Rennstrecken im Ausland. So trainierte er in den Weihnachtsferien auf einer Rennstrecke im süditalienischen Sarno. In den Sportferien steht zudem ein Training im spanischen Zuera an. «In der Schweiz eignen sich die Pisten wegen der tiefen Temperaturen zurzeit nicht gut zum Fahren», erklärt der Kartfahrer. In einigen Jahren wird der Stäfner vielleicht für längere Zeit im Ausland weilen: «Mein Ziel ist es, in die Ferrari Driver Academy in Modena aufgenommen zu werden», sagt Hirsiger. Die Bedingungen, welche die Rennfahrer-Talentschmiede den Kandidaten stellt, sind nicht leicht zu erfüllen. «Damit Felix aufgenommen wird, gibt es nur eines: Er muss sich international behaupten», sagt Hirsigers Vater, Peter Hirsiger, der ebenfalls 20 Jahre Motorsport betrieb. Gute Voraussetzungen, sich als Top-Fahrer zu behaupten, hat Hirsiger junior jedenfalls. «Mein Fahrstil wird oft mit jenem von Jim Clark verglichen», sagt er. Wie der ehemalige britische Formel-1-Weltmeister fahre er «schnell und sauber». Dass sein Vorbild 1968 bei einem Rennen auf dem Hockenheimring tödlich verunglückte, schreckt ihn vom Motorsport nicht ab. «Clark verunfallte wegen eines technischen Defekts am Fahrzeug», sagt Hirsiger. Da die heutigen Wagen viel sicherer gebaut seien, komme es kaum noch zu derartigen Unfällen. www.felix4racing.com «Mein Ziel ist es, in die FerrariDriver Academyin Modena aufgenommenzu werden.» Felix Hirsiger, 13

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